Lexikonartikel: Die Osterinsel

Sicherlich habt ihr schon mal von der Osterinsel, seinen berühmten Statuen und seiner außergewöhnlichen Abgeschiedenheit gehört. Doch wie sieht die Geschichte der Insel mit Ihren Ureinwohnern aus, die bis heute mit Ihren Moai-Statuen Forscher verblüffen?

Hier noch ein paar Fakten zur Osterinsel vorab:

  • Gehört politisch zu Chile
  • Liegt im Südosten des Pazifik
  • 7750 Menschen leben dort (2017)
  • Höchster Berg: Der Mount Terevaka mit 507m
  • Die Fläche beträgt 163,6 km²
  • Der größte Ort ist Hanga Roa

Zur Geschichte:

Generell sind die ersten Bewohner der Osterinsel schwierig zu bestimmen, aber man sagt, dass ca. 500 n. Chr. erste Siedler aus Polynesien auf die Insel kamen – die Rapanui. Sie ließen sich an der Küste nieder und lebten den Ahnenkult. Es entwickelte sich eine strenge stratifizierte Gesellschaft (Unterteilung in Schichten) mit strengen religiösen Geboten und 10 Stämmen, die unabhängig voneinander waren und die mit verschiedenen Teilen der Insel assoziiert waren, obwohl es keine definierte Grenzen gab. In jedem der Dörfer repräsentierte eine Kultstätte mit Moai-Statuen die Macht eines solchen Stammes.

Die Moai-Statuen

Es bevölkern knapp 900 solcher Statuen die Insel. Dabei gibt es drei Konstruktionstypen: klein, kompakt oder hoch mit feiner Ausgestaltung. Sie bestehen aus Vulkangestein von einem der drei Vulkane auf der Insel: Man hat sie vom Stein in der fertigen Form abgetrennt und dann den Hang hinabgleiten lassen. Bis heute kann man noch unfertige Statuen besichtigen. Theorien besagen, dass die Moai-Statuen Schutzmächte oder Geister der Ahnen darstellen sollen. Sie wachen über die Bewohner eines Dorfes oder Clans. Doch irgendwann übertrieben es die Clanchefs mit Ihren Figuren und eine katastrophale Entwicklung begann.

Die große Wende

Gegen 1350 entstanden kriegerische Konflikte und die einzelnen Stämme stürzten sogar gegenseitig ihre Statuen um. Doch wie kam es zu dazu?

Da für den Transport der Moai Wald abgeholzt werden musste und sie immer mehr abholzten, waren sie buchstäblich auf der Insel gefangen, weil sie kein Holz mehr (z. B für Boote) hatten. Als Folge des Nahrungsmangels gingen die Inselbewohner zum Kannibalismus über, d. h sie aßen Menschenfleisch, aber nicht aus religiösen oder rituellen Gründen, sondern weil es ihnen auch schmeckte. Mit dieser Veränderung wurde dann der Vogelmannkult mit ihrem Vogelgott Make Make eingeführt. Um ihn zu ehren, fand ein Wettbewerb statt, im Rahmen dessen man knapp 2 km zu einer Insel namens Mata Nui über den Ozean schwimmen und dabei ein von einer Seeschwalbe gelegtes Ei entwenden musste, um es dann unversehrt wieder zurück zur Insel zu bringen. Dabei schickte jeder Clan ein Vertreter. Nicht wenige Rapanui sterben bei diesem Wettkampf. Das Clanoberhaupt des Siegers wurde für ein Jahr zum Vogelmann erklärt, der auch der heilige Schiedsrichter bei Konflikten zwischen den Clans war. Auch hatte der Stamm dann die Verfügungsgewalt über die knappen Lebensmittel inne. Der Vogelmannkult war somit eine einfallsreiche Erfindung, kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden und diese auf die Ebene eines spielerischen Wettkampfes zu bringen.

Lange Zeit gab es auf der Insel wohl keine besonderen Vorkommnisse, als sie dann 1722 am Ostersonntag von einem Niederländer entdeckt wurde und sie zur Osterinsel wurde. Zwar gab es davor einen Piraten, der zuvor bereits die Osterinsel entdeckte, doch er landete nicht darauf.

Die katastrophale Entwicklung

Peruanische Menschenhändler verschleppten 1862 ca. 1400 Einheimische nach Peru, um sie dort auf Zuckerrohrplantagen und Minen arbeiten zu lassen. Nach Protesten durften die Überlebenden zurückkehren, mit dem Effekt, dass sie Krankheiten wie Pocken auf die Insel brachten. Gegen 1880 waren dann nur 111 Rapanui am Leben. Acht Jahre später hat sich Chile im Krieg gegen Peru und Bolivien durchgesetzt und die Insel annektiert. Doch nach kurzer Zeit verpachtete Chile die Osterinsel an eine britische Wollgesellschaft, die bis 1953 blieb. Als Folge verödete der Boden, die Steine der archäologischen Stätten wurden zum Bau von Zäunen verwendet.

Aktuell hat die Osterinsel eine eigene Verwaltung und seit 1990 herrscht dort auch eine Demokratie. Die Situation hat sich in den letzten 30 Jahren stark verbessert und die Menschen leben alle in Frieden. Vor allem bei den Chilenen ist die Osterinsel sehr beliebt und Jahr für Jahr kommen immer mehr Touristen auf die Insel.

Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche: die Rinde

Einer von vier Schülern hat beim Fußballspiel eine Fensterscheibe zerschossen. Die Aufsicht befragt die Schüler, doch nur genau eine Person sagt die Wahrheit. Wer war für den Schuss verantwortlich?

Sepp meint: „Maria hat den Ball geschossen!“

Josef sagt: „Ich war es nicht!“

Maria sagt: „Tom war es!“

Tom entgegnet: „Maria lügt!“

Podcast: Donnerstag

Blut | Vom Saft des Lebens CheckPod – Der Podcast mit Checker Tobi

Hier wird gecheckt, woraus Blut besteht, ob es immer rot ist und was eine Blutbank macht.

Reihe „Nachhaltig leben“:

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Die wirtschaftliche Entwicklung der BRD in den letzten 50 Jahren

ein Artikel von Gabriel Fuchs, 9b

Als wirtschaftliche Entwicklung eines Landes wird die langfristige Vermehrung der realen Produktionsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft verstanden. Der Wachstumsbegriff bezieht sich also auf ein Potential, nicht auf dessen Verwirklichung.

Nach den 50er und 60er Jahren, in denen es ein sehr ein schnelles Wirtschaftswachstum gab, ist zu Beginn der 70er Jahre wieder eine Verlangsamung von diesem Wirtschaftswachstum zu erkennen. In Deutschland gibt es seit den 1970er Jahren ein sehr unstetes Wachstum, das von einigen Auf- und Abstiegen geprägt ist.

Die deutsche Wiedervereinigung in den Jahren 1989 und 1990 hatte natürlich Folgen. Zum einen hatten einige ostdeutsche Firmen keine Chance gegen westdeutsche Firmen. Hinzu kommt die Währungsunion vom 1. Juli 1990, welche der ostdeutschen Wirtschaft kaum Überlebenschancen gab. Der sogenannte „Aufbau Ost“ sowie der ostdeutsche Konsum wurden durch Transfer aus dem Westen finanziert und zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung hatte sich die ostdeutsche Wirtschaft erholt und ist auf einigen Gebieten konkurrenzfähig geworden. Wegen dieses Transfers haben sich die Pro-Kopf-Einkommen im Osten Deutschlands dem Niveau von Westdeutschland angenähert.

Ähnlich wichtig wie der Lebenswandel in der alten Bundesrepublik und der im Osten Deutschlands, ist der Strukturwandel. Die seit den 1950er-Jahren zunächst gleichbleibende Bedeutung des primären Sektors, was die Gewinnung von Rohstoffen in Deutschland meint, wandelt sich dahingehend, dass der Anteil der Landwirtschaft in den 50er Jahren bei den Erwerbstätigen bei 25% lag, heutzutage jedoch nur noch einen Anteil von unter 2% hat. Dennoch wächst die Landwirtschaft seit den 1950er Jahren schneller als die Industrie.

Der Sieger des Strukturwandels war eindeutig der Dienstleistungssektor oder auch tertiärer Sektor genannt, mit einem Anteil von 73% Beschäftigten im Jahr 2009. Zum Beispiel betrug der Anteil der Beschäftigten im Jahr 1950 nur 32,5%.

Auch die Entwicklungen im Arbeitsmarkt, welche Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum hatten, hat sich grundlegend gewandelt. Während im Jahr 1950 die Arbeitslosigkeit 11% betrug, waren es im Jahr 1962 nur noch 3%. Doch ab Mitte der 70er Jahre gibt es einen ständigen und unvermeidlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Außerdem gab es auch einige Tiefpunkte in der deutschen Wirtschaft. Zum Beispiel in den Jahren 1975, 1982 oder 2003. Ein sehr gravierender Einbruch vollzog sich im Jahr 2009, als das reale Bruttoinlandsprodukt, welches den Wert aller Güter und Dienstleistungen in einem Land angibt und bei dem Ursachen, wie zum Beispiel Inflation, berücksichtigt werden, um 5% schrumpfte. Verantwortlich dafür war eine globale Finanzkrise.

Aber auch aktuell hat die Corona-Pandemie einen großen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft und so gab es schon nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 einen Einbruch des realen Bruttoinlandproduktes von knapp 10%. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass die allgemeine Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr von der jeweiligen Situation abhängig war und sich immer wieder ändern kann.

Quellen:

Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland | bpb

Coronavirus beherrscht die deutsche Wirtschaft – Wirtschaftsdienst

Nominales und reales BIP: Bruttoinlandsprodukt · [mit Video] (studyflix.de)

Wirtschaftswachstum – Wirtschaftliche Entwicklung seit 1800 – Definitionen (uni-muenster.de)

Bruttoinlandsprodukt (BIP) – Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Podcast: Mittwoch

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Ameisen sind vorbildlich im Verkehr und kommen viel besser als Menschen an ihr Ziel – dank Ameisenstraßen! Gibt es also auf Ameisenstraßen nie Stress wegen Stau oder Unfällen? Tina und Mischa föhnen Konfetti und versuchen so, Ameisen-Bewegungen nachzumachen. Naja, zum Glück bekommen die zwei auch wieder Expertenhilfe!

Podcast: Dienstag

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Wenn in Oberammergau Männer mit langen Bärten und Haaren unterwegs sind, ist die Zeit der Passionsspiele. Do Re Mikro blickt hinter die Kulissen der großen Theateraufführung, die nur alle zehn Jahre auf die Bühne kommt.