Podcast: Dienstag

Auch heute schlendern, fahren und balancieren wir weiter auf Brücken. Und schaukeln in einer Gondel auf den Kanälen von Venedig unter 430 Brücken hindurch. Musikclown Gunzbert Brocken entwickelt seine ganz eigene Brückentechnik.

Die Fußball-WM 2022 in Qatar – Warum gibt es so viele negative Stimmen?

In diesem Jahr findet die Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar statt, worüber viel diskutiert wird, weil immer wieder unschöne Dinge ans Tageslicht kommen. Es häufen sich dadurch die negativen Stimmen in den Medien, wo sich gefragt wird, warum die WM überhaupt in Qatar stattfindet. In diesem Artikel möchte ich einige allgemeine Hintergründe und spezielle Kritikpunkte näher erläutern.

Fakten zu der Fußball-WM:

  • Die WM wird von der Fifa geleitet, ausgetragen und fand 1930 das erste Mal statt
  • Alle 4 Jahre gibt es eine WM
  • Jedes Mal wird ein neues Austragungsland durch eine geheime Abstimmung des Exekutiv-Ausschusses bestimmt
  • In jedem Kontinent findet im Vorfeld zu einer WM eine Qualifikation statt
  • 32 Länder nehmen an der WM teil
  • Ablauf der WM: Zuerst Gruppenphase, dann K.O.-Phase

Jetzt kommen wir zu der Frage, warum die WM in Qatar so viele negative Stimmen bekommen hat:

  • Menschenrechte:
    • Ausländische Bauarbeiter für die Stadien erhalten häufig nichts von dem versprochenen Lohn.
    • Arbeiter müssen täglich ca. 14 Stunden ohne Pausen durcharbeiten, weshalb viele Arbeiter wegen Erschöpfung oder wegen fehlender Sicherheit auf dem Gelände verunglücken.
    • Manche Menschen können wegen des Einzugs der Reisepässe nicht mehr ausreisen.
    • Menschen leben im Ghetto, in dem keine Hygiene herrscht und sie kein fließendes Wasser und Strom bekommen.
  • Anstoßzeiten: Sind hier in Europa um ca. 11 bis 14 Uhr, wo viele Menschen ihren alltäglichen Berufen nachgehen müssen und deswegen die Spiele nicht schauen können.
  • Viewing-Partys: Unter freiem Himmel für Fans in Europa, Nordamerika und Asien fast gar nicht möglich, weil die Temperaturen niedrig und die Tage kurz sind, denn dieses Jahr findet die WM im Dezember und nicht wie normalerweise im Juli/Juni statt, weil die Temperaturen in Qatar im Sommer zu hoch sind.
  • Fußball-Kultur: Qatar hat keine Fußball-Kultur und dadurch kann keine mitreißende Atmosphäre im Land und in den Stadien entstehen.
  • Korruptionsvorwürfe: Gegen wichtige Personen der FIFA, die sich möglicherweise für die Abstimmung bestechen ließen.

Trotz der vielen negativen Seiten gibt es noch Lichtblicke, wie z. B. dass diese WM für die beiden Topstars Messi und Ronaldo wahrscheinlich die letzte sein wird und sie alles geben werden, um ihre erste WM-Trophäe in die Höhe zu halten.

Die WM steht eigentlich für ein Fest, im Rahmen dessen ein Zeichen gegen Rassismus oder Verletzung der Menschenrechte gesetzt wird. Leider ist es dieses Jahr nicht der Fall, denn in dieser WM stehen Korruption und Menschrechtsverletzung im Vordergrund. Viele Menschen werden die WM trotzdem schauen, aber diese Vorfälle machen die WM nicht zu der WM, die wir uns wünschen!

Rätsel der Woche

Auflösung von vor Ostern: Der Norweger trinkt Wasser und der Japaner hat das Zebra.

Zur Abwechslung darf es auch einmal ein leichtes Rätsel aus der Natur sein. Vervollständige den kommenden Spruch: „Erster Mai, erstes …?“

Podcast: Donnerstag

Kaugummi | Von Riesenblasen und dem Breiapfelbaum CheckPod – Der Podcast mit Checker Tobi

Hier wird gecheckt, wie alt der älteste Kaugummi der Welt ist, wer diese Süßigkeit erfunden hat und was passiert, wenn man einen Kaugummi verschluckt?

Reihe „Nachhaltig leben“: Wie umweltfreundlich ist das E-Auto wirklich?

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Wie umweltfreundlich ist das E-Auto wirklich?

ein Artikel von Nestor Danilov, 9b

Zurzeit wechseln viele Menschen zum E-Auto, um mehr bei der Erhaltung der Umwelt zu helfen. Aber haben sie sich je gefragt, wovon die Batterien und Motoren der E-Autos hergestellt werden und wie umweltfreundlich es wirklich ist? Wenn man dieser Frage nachgeht, findet man heraus, dass E-Autos nicht so umweltfreundlich sind, wie sie meist dargestellt werden.  

Allein für die Herstellung der Batterie benötigt man nämlich Metalle wie Nickel, Graphit, Mangan und Lithium, das man schwer erwerben kann, weil die Salzseen, wo es vorzufinden ist, eine extrem geringe Luftfeuchtigkeit und erbarmungslose Sonneneinstrahlung haben, was zu schwierigeren Arbeitsbedingungen führt. Auch Kobalt wird für die Batterieherstellung gebraucht und es kann wohl möglich sein, dass das Kobalt, welches genutzt wird, von Kinderarbeit in Minen aus Kongo kommt. Für den Motor werden seltene Erden wie Neodym, der fast ausschließlich in China gefördert wird, verwendet. Neodym und andere seltene Erden stammen hauptsächlich aus der riesigen Mine ,,Bayan Obo”, die immense Umweltprobleme verursacht. Genau wie bei der Herstellung der Batterien gibt es auch bei ihrer Zerlegung Probleme. Verschiedene Modelle führen dazu, dass man nicht weiß, wie man jedes Modell optimal zerlegen kann. Zurzeit können nämlich nur Nickel und Kobalt entnommen werden und recycelt werden, das Lithium nicht. Um dies zu ermöglichen, investiert zum Beispiel die Oberpfalz rund 10 Millionen Euro in eine Recycling-Anlage, die 99% des Batterieinhalts wiederverwerten soll. Solche Probleme mit der Zerlegung und Wiederverwertung der Batterien gibt es bei Verbrennerfahrzeugen nicht, weil für sie bereits eine einheitliche Batterie standardisiert wurde.

Man kann aber auch den CO2-Abdruck eines Verbrennfahrzeugs, mit dem noch nicht gefahren wurde, mit dem von einem noch nicht gefahrenen E-Auto vergleichen und feststellen, dass das Verbrennfahrzeug zu dem Zeitpunkt einen kleineren CO2-Abdruck hat. Aber um die zwei Abdrücke auch nach viele gefahrenen Kilometern noch vergleichen zu können, muss man sich anschauen, woher der Strom kommt, der das E-Auto antreibt.

Wenn man sich das Thema genauer anschaut, merkt man, dass nicht alles, was die Hersteller sagen zu 100% wahr ist, weil das E-Auto nicht so umweltfreundlich ist, wie man es sich vermeintlich verspricht. In 2018 stammten zum Beispiel 35% der für E-Autos verwendeten Energie nicht von erneuerbarer Energien (das sind beispielsweise Wind-, Sonnen- oder Wasserkraftenergie), sondern durch die Verbrennung von Braun- beziehungsweise Steinkohle und fast 12% von Kernenergie. Trotzdem hat das Verbrennfahrzeug nach mehreren tausend gefahrenen Kilometern einen gerade mal doppelt so großen CO2-Abdruck wegen der Abgase, die es schlussendlich täglich ausstößt.

Es ist aber auch höchst wahrscheinlich, dass die E-Autos in nächster Zeit umweltfreundlicher werden, weil an der Universität von Harvard an einem Model gearbeitet wird, von dem man das Lithium besser wiederverwerten kann und das Auto gleichzeitig eine längere Lebensdauer bekommt. Dieses neue Model würde den Unterschied im CO2-Abdruck zwischen Verbrenn- und Elektrofahrzeug im positiven Sinne vergrößern. 

Wenn man also der Umwelt auch selber mehr helfen will oder einen kleineren CO2-Abdruck haben möchte, sollte man grundsätzlich lieber auf ein E-Auto umsteigen, statt ein Auto zu fahren, das Benzin oder Diesel verwendet. Dies bedeutet aber, wie schon gesagt, nicht, dass das E-Auto wirklich absolut umweltschonend ist, vor allem wenn man sich die Herkunft seiner Rohstoffe oder Energie näher anschaut. 

Quellen: https://www.efahrer.chip.de ; https://www.tagesscheu.de ; https://www.allego.eu ; https://www.energieloesung.de