„Toss a coin to your Witcher, oh Valley of Plenty …“
Das Bild enstammt der künstlerischen Feder von Selina Schramm, Klasse 9b, in Anlehnung an die Kunstfigur „The Witcher“. Eine digitale Kopie durfte unsere Redaktion mit Genehmigung durch Selina Schramm zur Veröffentlichung auf unserer Seite erstellen. Vielen Dank dafür!
Aus den Klassenzimmern
Hier finden sich Projekte und Berichtenswertes aus den Klassenzimmern
Pachelbel VIER.NULL und die Klasse 7a des Gymnasiums Seligenthal
Das ist PACHELBEL VIER.NULL
PACHELBEL VIER.NULL ist ein digitales Mitmachprojekt für jeden, der ein Instrument spielt oder singt! Im Zentrum steht der prominente „Kanon in D“ von Johann Pachelbel, eine der mutmaßlich bekanntesten Melodien. Bestimmt hast du sie ebenfalls bereits in einer der vielen Ausführungen, Bearbeitungen oder Adaptionen gehört. Hier findest du eine eigenwillige Version aus dem sog. Bluegrass:
Was du wahrscheinlich, wie wohl die Mehrheit, nicht weißt: Johann Pachelbel (1653 – 1706) stammt nicht einfach nur aus Nürnberg, sondern hat in seiner Geburtsstadt einen Großteil der Zeit als Organist und Komponist an der Sebalduskirche mitten in der Altstadt gearbeitet, ist in seiner Heimatstadt auch gestorben und dort auf dem St. Rochusfriedhof begraben. Was liegt für die Nürnberger Symphoniker mit Chefdirigent Kahchun Wong und BR-Klassik da näher, als den Pachelbel-Ohrwurm aufzugreifen und ihn in Kombination zum klingenden Botschafter ihrer Heimatstadt zu erklären?
Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a, haben den Kanon einstudiert und ihn zusammen als Orchester vor der Kamera aufgeführt. Das haben wir natürlich nicht alleine geschafft, sondern mit freundlicher Unterstützung von Margit Schleinkofer, der Musiklehrerin unseres Gymnasiums.
Falls wir dich auf den Geschmack gebracht haben, schau‘ dir doch hier unsere Versionen an:
Pro Einsendung wurden übrigens 40 Euro an Sternstunden e.V. gespendet. Diese Organisation hilft und unterstützt Kinder. Also hat sich die Teilnahme in jeder Hinsicht gelohnt. Insgesamt kamen 8040€ an Spendenerlös zusammen.
Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Katerina Tasovski.
Lyrisches zum Nachdenken: You do it :)
Ich saß in meinem Zimmer,
die Füße auf dem Tisch, auf der Couch sitzend, wie immer.
Morgen sollten wir in der Schule einen Test schreiben,
ob ich lerne, beantworten die Zeilen, die ich schreibe.
Warum sollte ich lernen?
Warum sollte ich so viele Sachen mir merken?
Ich sage dir eins:
Was du hast, ist Motivationslosigkeit.
Ich versuch dir zu helfen,
hoffe, dass die Zeilen genau deinem Problem gelten.
Was willst du in der Zukunft erreichen?
Du kannst ihr nicht ausweichen.
Lerne für dich, lerne für dein Ziel.
Du wirst es schaffen, du wirst überrascht sein von dir.
Auch wenn du das nicht glaubst,
dir gerade selber nicht traust,
sage ich dir eins:
Sie geht vorbei, diese Zeit
und dann zeigst du allen, was du kannst,
dass du noch viel mehr drauf hast,
dass du das für dein Ziel im Leben machst,
dass du es einfach kannst.
Fantasiegeschichte der Klasse 5c: Das verrückte Nachsitzen
Wir, die Schüler der Klasse 5c, haben im Deutschunterricht eine eigene Fantasiegeschichte verfasst und viele Stunden dafür investiert. Herausgekommen ist eine tolle Geschichte, die wir gerne auch der Redaktion unserer Schülerzeitung zur Verfügung stellen möchten.
Viel Spaß beim Lesen wünschen euch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c!
Das verrückte Nachsitzen
Ich musste an einem Montagnachmittag nachsitzen, weil ich im Unterricht eingeschlafen bin. „Du musst den ganzen Bücherkeller aufräumen!“, schimpfte mein Lehrer. Ich erwiderte: „Ach Mann, wieso bin ich im Unterricht nur eingeschlafen?“ Missmutig ging ich in den Schulkeller, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen. „Charlie, hier ist noch ein altes Buch, das ebenfalls aufgeräumt gehört!“, meinte mein Lehrer, der schnell wieder um die Ecke bog. Ein tiefer Seufzer kam mir über die Lippen und ich blätterte gedankenverloren in den Seiten. Dabei entdeckte ich einen Satz auf Lateinisch, in goldener Schrift. Kaum hatte ich die fremdartigen Worte gemurmelt, wurde alles um mich herum schwarz und ich lag auf einer Wiese.
Ich geriet in Panik und rief umgehend um Hilfe. Viel Zeit, über die Situation nachzudenken, blieb mir allerdings nicht. Ein heller Blitz kam wie aus dem Nichts auf mich zugeschossen und ich verwandelte mich in einen Dinosaurier. Plötzlich sah ich einen seltsamen Mann. „Keiner kommt ungestraft in Voldemorts Land!“, schrie mir ein winziger Kerl mit einem Zauberstab in der Hand entgegen. “Ich bin der Herrscher dieses Landes und ich werde dich töten!“, donnerte es mir entgegen und ich floh so schnell ich konnte. Nach kurzer Zeit stand ich vor einer Burg.
Wie sich herausstellte, handelte es sich hierbei um die Festung Voldemorts, dem Zauberer, dem ich soeben begegnet war und dessen Gesicht auf den vielen Fahnen prangte. Als mich seine Untertanen entdeckten, kamen sie aus der Burg, stürmten auf mich zu und nahmen mich gewaltsam gefangen. Während das Tor hinter mir lautstark wieder zufiel, packte mich kalte Wut. Soldaten warfen mich in ein Verlies. Zornig schnaufte ich und fasste einen Plan. Als es dunkel wurde und die Soldaten eingeschlafen waren, schaute ich mich um und entdeckte einen dunklen Griff, den man auf den ersten Blick nicht erkennen konnte. Nach mehrmaligen Versuchen funktionierte der griffartige Hebel und etwas an der Wand tat sich. Wie von Zauberhand ging eine Tür auf und ich konnte problemlos entkommen. Als ich endlich durch den großen Geheimgang nach draußen gelangte, fand ich mich auf einer großen Wiese hinter der Burg wieder. Direkt vor mir stand Voldemort und funkelte mich böse an.
Er schrie: „Wie bist du bloß aus dem Gefängnis entkommen?“ Der Fiesling fügte noch hinzu: „Ach, das ist mir jetzt auch egal, ich werde dich umbringen!“ Ich konnte das alles einfach nicht glauben, schwankte und war kurz davor, in Ohnmacht zu fallen. Doch plötzlich gab es einen lauten Knall und der Zauberer war verschwunden. Als ich mich umdrehte, raste ein riesiger Feuerball auf mich zu. „Jetzt ist es aus mit mir!“, dachte ich angsterfüllt. Da kam mir ein Geistesblitz: „Ich bin so groß und stark, da kann ich doch den Magier einfach zertrampeln!“ Blitzschnell versuchte ich noch, dem Feuerball auszuweichen, bemerkte aber bald, dass es dafür schon zu spät war und ich meine Trampelattacke nicht mehr umsetzen konnte. Wie aus dem Nichts schoss zu meiner großen Verwunderung ein gigantischer Wasserball haarscharf an mir vorbei und vernichtete in letzter Sekunde den Feuerball Voldemorts. Mittlerweile hatte sich eine große Traube von Zuschauern aus der Burg um uns versammelt. Aus der Menge, die überwiegend Voldemort anfeuerte, trat ein weiterer Zauberer, der zuvor den Wasserball geschossen hatte. Als er näherkam, erkannte ich ihn sofort. Es war mein Lehrer, bei dem ich Nachsitzen sollte. Der zuvor verschossene Wasserball hatte den Feuerangriff des bösen Zauberers abgewehrt, allerdings flog er nun mit voller Wucht auf Voldemort selbst zu. Er wurde an der Brust getroffen und viele Meter zurückgeschleudert. Durch die Attacke verschwand er auf der Stelle, da ihm alle Zauberkräfte genommen waren. Da rief eine weit entfernte Stimme plötzlich meinen Namen.
Ich schreckte auf und fand mich zu meinem Erstaunen mitten im Klassenzimmer wieder. „Charlie, warum musst du auch immer im Unterricht einschlafen? Pass auf, wenn ich etwas erkläre!“, warf mein Lehrer mir vor. Verdattert blickte ich ihn an und stammelte: „Sie waren doch gerade noch ein Zauberer!“ Das Gesicht meines Lehrers färbte sich rot vor Zorn und er rief: „Für diese Frechheit sitzt du heute Nachmittag nach und räumst zur Strafe auch noch den Keller auf! “ „Oh nein, hoffentlich wird es nicht genauso wie in meinem Traum!“, dachte ich mir.
Fridays for Future in Landshut – Ein Interview
Fridays for Future in Landshut – Ein Interview mit Anschana Schröfl, 10b
Was hat dich motiviert bei FFF mitzumachen und dich zu engagieren?
Umwelt- und Klimaschutz war für mich schon länger ein Thema. Aufgerüttelt wurde ich vor allem dadurch, dass ziemlich einprägsame Bilder und Videos im Internet kursierten. Also begann ich mich beim LBV (Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V.) zu engagieren, auch bei ein paar Aktionen des NABU (Naturschutzbund Deutschland) war ich dabei. Auf FFF (Fridays for Future) wurde ich aufmerksam, als ich erstmals mitbekam, dass Demonstrationen und verschiedene Aktionen auch außerhalb der Schulzeit stattfinden und wollte die Bewegung dann näher kennenlernen. Und ich bin absolut nicht enttäuscht worden.
Was sind die weiteren Pläne von FFF in Landshut?
Natürlich weiter streiken und so viele Menschen wie möglich, darunter auch Lokalpolitiker, auf die Klimakrise aufmerksam machen. Am 29.11 findet die nächste Großdemo statt.
Am 20.09 waren gerade mal 600 Leute da, weniger als 1% der Bevölkerung von Landshut.
Und trotzdem sind das gute Zahlen für eine Stadt wie Landshut und die bisher größte FFF-Demo, was ein riesiger Erfolg ist. Es war wirklich überwältigend, wie viele gekommen sind.
Ist das nicht zum Schreien, weil es entmutigt?
Natürlich fühlt man sich manchmal hilflos, weil ein Teil der Bevölkerung auch sehr ignorant sein kann oder sich zu passiv verhält. Klimaschutz ist in unserer Gesellschaft sowieso schon ein großes Thema und es wird lebhaft darüber diskutiert. Da stellt sich natürlich die Frage, warum teilweise von Einzelnen und der Politik zu langsam oder nur halbherzig gehandelt wird und wurde. Andererseits ist schon so viel erreicht worden. Zum einen von den Organisatoren von FFF Landshut, zum anderen aber auch von der Bewegung allgemein. Es ist wirklich ungewöhnlich und eine große Leistung von allen, dass eine Schülerbewegung so aktiv ist und so viel Aufmerksamkeit bekommt.
Sind bei FFF nur Gymnasiasten dabei? Wie sieht es mit Mittel-, Real- und Berufsschülern aus?
Es sind tatsächlich etwas mehr Gymnasiasten dabei, aber natürlich sind auch Schüler*innen anderer Schularten mit von Partie. Danach wird untereinander nicht unterschieden. Berufsschüler*innen haben es meistens schwerer zu streiken und sind deshalb in den Ferien öfter vertreten. Übrigens sind auch Erwachsene, z.B. Eltern oder Lehrer willkommen.
Was ist deine Meinung dazu, dass Frau Weger, die Schuldirektorin vom Gymnasium Seligenthal, den Wandertag unter dem Motto „klimaneutral“ gestellt hat (nur höchstens Benutzung von öffentlichem Nahverkehr, Klimaworkshop und „Freigang“ zur FFF-Demo)?
Ich habe mich richtig gefreut, da ich nicht damit gerechnet hätte, am Großstreik zum 20.09. teilnehmen zu können und nun doch dazu gekommen bin. Auch habe ich nicht mitbekommen, dass jemandem der Tag deshalb weniger Spaß gemacht hat als ein normaler Wandertag. Dadurch wurden wir auch alle nochmal sensibilisiert und konnten uns mit dem Thema auseinandersetzen, wenn wir wollten. So habe ich beispielsweise eine sehr interessante Diskussion mit Sandro Ebner über die Marktwirtschaft geführt.
Wie ist deiner Meinung nach „Umweltschutz“ bei Jugendlichen ein Thema?
Immer öfter bekomme ich Gespräche rund um das Thema mit und das freut mich natürlich. Auch auf Instagram wird vermehrt darüber gepostet. Anscheinend machen sich mehr Jugendliche ernsthaft Gedanken und wissen besser über die Konsequenzen ihrer Handlungen Bescheid. Viele entscheiden sich dann viel bewusster: Mir fällt auf, dass ich mehr junge Fahrradfahrer oder nachhaltige Einkäufe sehe. Zusätzlich haben sich viele dazu entschieden, vegetarisch zu leben oder Fleisch bewusster zu konsumieren.
Umweltschule Seligenthal: Was läuft schon gut? Was könnte besser laufen?
Vor allem den Trinkwasserbrunnen finde ich eine tolle Idee. Auch trennen wir den Müll in den Klassenzimmer und laufen gelassene Wasserhähne habe ich noch nie erlebt. Neuerungen in unserer Mensa sind aber notwendig. Es ist hier noch zu wenig auf kompostierbare Stoffe gesetzt worden, z. B. sind Drinks, Salate und Joghurts noch unnötigerweise in Plastik eingepackt. Auch manchen Schülern und Lehrern ist dies aufgefallen, habe ich mitbekommen. Generell sind die Heftumschläge, welche aus gefärbtem Plastik bestehen, auch ein Problem. Hier könnten die Lehrer noch mehr Schüler aufmerksam machen. Seligenthal ist ein Vorzeigeprojekt und sollte daher die Umsetzung an den genannten Punkten vorantreiben. Es ist aber auch überhaupt nicht so, dass die Schule ihren Namen ohne Grund trägt. Immerhin hat sie einige Produkte in der Mensa gegen Maisstärke ausgetauscht, es sind aber einfach noch zu wenig.
Welche Hoffnung treibt dich an?
Die Hoffnung für uns alle auf ein Leben, das nicht auf Kosten der Umwelt oder auf dem Rücken von anderen Menschen geführt werden muss, und das trotz der Überbevölkerung und trotz einer Wirtschaft, die auf Wachstum ausgelegt ist. Die Hoffnung, dass wir nicht mehr den Lebensraum von uns selbst und von Abermillionen Tieren zerstören!
Was möchtest du den Leserinnen und Leser abschließend mitgeben/an das Herz legen?
Bleibt immer kritisch, was scheinbar klimafreundliche Produkte und Erfindungen angeht, und macht euch im Zweifel lieber selbst ein Bild. Und bitte, wenn ihr euch dazu entscheiden wollt, etwas für die Umwelt zu tun, macht es aus eurer eigenen Überzeugung und nicht, weil es gerade im Trend liegt. Wenn es um Klimaschutz geht, kann man im Kleinen anfangen und findet immer wieder etwas, was man verbessern kann.
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Anschana Schröfl und Sandro Ebner sind Schüler der Klasse 10b in Seligenthal, die sich besonders engagiert bei den Workshops zur „Schöpfungsverantwortung/Klimakrise“ am klimaneutralen Wandertag am 20.9.2019 beteiligt haben und sich weiterhin für dieses Thema stark einsetzen. Dieses Interview führte Herr Krippner.
Kunst aus dem Klassenzimmer: Iron Man
Das Bild stammt von Selina Schramm, 9b
Spickzettelmuseum
Laut Statistik schreibt in Deutschland jeder fünfte Schüler Spickzettel – in Prüfungen der Sekundarstufe spicken gar bis zu 60 Prozent aller Schüler. Spicken ist so allgegenwärtig, dass man dieser „Tätigkeit“ ein Museum gewidmet hat.
Die Wanderausstellung „Beim Spicken bloß nicht erwischen lassen“ zeigt uns im Rahmen einer Wanderausstellung eine Vielfalt von simplen bis hin zu raffinierten Spickzetteln jeder Art. Entwickelt wurde die Schau vom Schulmuseum Nürnberg, das mit rund 1500 Spickzetteln aus 15 Ländern auf einen immensen Fundus aus über hundert Jahren Spick-Schulgeschichte zurückgreifen kann.
Während in Deutschland das Spicken verpönt sei, gelte es in anderen Teilen der Welt wie zum Beispiel in Russland als völlig normal – dort trage man die Spickzettel reihenweise zusammengerollt mit sich am Körper, was dann wie ein Patronengurt aussehen würde, erklärt der Ausstellungskurator Mathias Rösch. Die Sammlung bietet auch Exponate aus den Vereinigten Staaten und Jordanien.
Neben den klassischen Spickern aus Papier sind im Museum auch sehr viel kompliziertere Varianten zu sehen:
- Eine Armbanduhr etwa, die der 17 Jahre alte Günter Reuchlein 1956 komplett entkernte, um dann eine Rolle einzubauen, um die er je nach Bedarf bis zu 80 Zentimeter lange Textbänder spulte.
- Auch ein Riegel Schokolade, in den ein Schüler Formeln eingeritzt hatte.
- Oder die Spickzettel einer Medizinstudentin aus Padua: In einer Vitrine ausgestellt ist eine Pappschachtel, datiert auf 1947, in der sich eine Textrolle neben der anderen hochkant drängt, zu erkennen. Jeder der in dier Pappschachtel enthaltenen 32 Spicker trägt eine Zahl. Der Ausstellungskurator vermutet hinter dem großen Aufwand, dass der Spicker nicht nur einmal benutzt wurde, sondern die Studentin mit ihm gehandelt hat.
- In China herrscht bekanntlich großer Leistungsdruck. Aus diesem Land ist ein Exemplar einer Zweitklässlerin zu sehen. Sie benutzte für ein Diktat ein schachbrettartig konstruierten Spickzettel. Das Mädchen klemmte ihn zwischen ihre Knie und die Schulbank.
Nicht jeder Spickzettel gelingt beim ersten Mal. Wieso dann nicht einfach lernen und sich die Zeit sparen?
Das Glanzstück der Sammlung: Fußballspicker!
Zu sehen ist eine Reproduktion des berühmten Stutzen-Zettels, mit dem Nationaltorwart Jens Lehmann bei der WM 2006 beim Elfmeterschießen die Argentinier verwirrte (er steckte sich den Spickzettel in seine Stutzen). Auf diesem Spickzettel waren allerdings logischerweise keine Formeln oder andere Lerninhalte, sonderen alle Gewohnheiten der argentinischen Schützen beim Elfmeterschießen notiert. Das Original liegt im Haus der Geschichte in Bonn. Für eine Million Euro hat es ein Unternehmen ersteigert und dem Museum zur Verfügung gestellt.
Schultheater am 18.07.2018: #Märchen, die Influenzer aus dem Märchenwald
Das Theaterstück „#Märchen Die Influenzer aus dem Märchenwald“ wird am Mittwoch (18.07.2018) in der Aula vom Ensemble III unter Leitung von Herrn Stefan um 19 Uhr aufgeführt. Der Eintritt ist frei! Spenden sind erwünscht! Und ihr seid herzlich eingeladen!
In dem modern geschriebenen Stück geht es um typischen Märchencharaktere, die auf eine sehr lustige, freie und moderne Art das Puplikum begeistern.
Kommt am Mittwoch in die Aula und taucht ein in den Märchenwald!
Zeitreise ins Alte Ägypten: Ägypten-Ausstellung in Rosenheim
Vom einfachen Leben eines Bauers bis hin zum luxuriösen Alltag eines Pharaos – alles konnte die Klasse 6b des Gymnasiums Seligenthals hier, zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Heigl, während einer Führung genau erklärt sehen. Mit einer originalen Aufnahme einer Nilüberschwemmung wurde die 6b wie in einem echten Nilstrom „mitgerissen“, mitten hinein in die Welt des Alten Ägyptens.
Die „Truppe“ vor dem Museum
Anschließend ging es um die Pharaonen und deren Bauten: die Pyramiden. Eine der bekanntesten ist wohl die Cheops-Pyramide (Pharao Cheops ließ sie erbauen). Sie ist so hoch, dass sie zu den Weltwundern gehört. Der Eingang der Cheops-Pyramide allein beträgt schon 14 Meter. Früher glänzte die Pyramide, da die äußeren Steine poliert waren. Doch im Mittelalter wurden die schimmernden Steine abgetragen und verarbeitet. So sieht die Cheops-Pyramide heute aus:

Zu erkennen war ein Pharao meist an seiner Kopfbedeckung, die ein Schmuckstück, das eine Speikobra darstellte, zierte. Außerdem trug der Pharao auch einen unechten Bart. Sogar manche weibliche Pharaoninnen (z. B. Hatschepsut) trugen diesen Bart. Interessant zu wissen ist auch, dass Pharonen als Gottheiten verehrt wurden. Weitere Merkmale könnt ihr hier an der berühmten Totenmaske von Pharao Tutanchamun sehen:

Natürlich hatten auch die alten Ägypter eine Religion. Die Ägypter glaubten an mehrere Götter, z. B. Amun Re (als Sonnengott der höchste Gott), Hathor (Göttin der Liebe) usw. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod. Doch bevor man ins Jenseits eintreten konnte, so glaubten die Ägypter, musste man mehrere Aufgaben bestehen. Eine der wichtigsten Prüfungen war wohl das Totengericht. Der schakalköpfige Gott Anubis (Hintergrund: da Schakale Aasfresser sind, gaben sie Anubis das Aussehen eines Schakals, in der Hoffnung, dies würde helfen, die Leiche des Verstorben zu schützen) führte den Verstorbenen (weiß gekleidet) vor eine Waage. Dort wog Anubis das Herz (die Ägypter dachten damals, das Herz war der Mittelpunkt des Denkens und der Taten) des Toten. War das Herz leichter als eine Feder (Zeichen für Reinheit und Warheit) und damit voller guter Taten konnte der Tote ins Jenseits eintreten. Sollte dies nicht der Fall sein und das Herz schwerer sein, wurde das Herz von einem krokodilköpfigen Mischwesen gefressen. Dadurch konnte der Tote weder weiter leben noch ins Jenseits gehen. Dieser Prozess wurde von Thot (Gott des Schreibens) notiert. Hier sieht man das Totengericht:

Um ein solches Leben nach dem Tod zu ermöglichen, musste der Körper erst konserviert bzw. mumifiziert werden, denn die Ägypter glaubten, dass die Seele in Form eines Vogels den ganzen Tag herumfliegt und dann am Abend zum Körper seines Herrn zurückkehren würde. Arme Leute wie Bauern wurden nach ihrem Tod in der Wüste vergraben. Auch sie wurden durch den Boden für die Ewigkeit haltbar gemacht. Wohlhabendere und wichtigere Persönlichkeiten wurden aufwändig über zwei Monate mumifiziert. Auch in der Ausstellung konnte man eine Mumie einer reichen Frau sehen.
Interessant ist auch das „Papier“ der Ägypter. Es wurde aus der Papyruspflanze hergestellt und sieht im fertigen Zustand so aus:

Zur Herstellung diente die Papyruspflanze:

Weiter ging es dann mit einem spannenden Hieroglyphen-Workshop, indem die Schüler ihren Namen in Hieroglyphen auf Papyrus schreiben konnten. Hier ein paar Orginalbilder:
Allen Beteiligten hat es sehr viel Spaß gemacht. Auch ich kann einen Besuch des Museums nur empfehlen!
Konflikte ansprechen und schlichten – Zu Besuch in der Mediatoren-Ausbildung
Streit zwischen Schülern kommt nicht selten vor. Kleine Neckereien oder Auseinandersetztungen zwischen Personen gibt es an jeder Schule. Selten, aber manchmal, kommt es aber auch vor, dass aus einer Diskussion ein großer Streit wird, in dem es zu Gewalt kommt.
Dabei geht man nicht immer nur mit Fäusten aufeinander los, sondern bewirft sich gegenseitig mit Schimpfwörtern. Einen Konflikt, bei dem man sich verbal angreift, gibt es auf dem Schulgelände dann doch häufiger als einen, in dem physische, also körperliche Gewalt, angewendet wird. Um diesen Streit oder Konflikt schnell zu „beseitigen“, sodass er nicht ausartet, gibt es Mediatoren.
An unserer Schule werden Achtklässler zwei Jahre lang ausgebildet, um Schülern zu helfen, wieder „ordentlich“ miteinander zu reden und mögliche Konflikte zu lösen. In solch einer Ausbildung lernt man, wie man mit diesen Streitigkeiten und den Personen umgeht; zusätzlich erfahren die auzubildenden Mediatoren viele Informationen über Hintergründe des Konfliktbegriffs.
Ich durfte bei einem der Treffen dabei sein, und so das aus:
Zu Begrinn durfte ich bei einem Gemeinschaftsspiel mitmachen. Wir stellten uns in einem engen Kreis zusammen, schlossen die Augen und griffen nach zwei Händen. Dann mussten wir versuchen, uns wieder in einen Kreis aufzulösen, ohn, dass noch irgendjemand verknotet war. Nach ein paar Minuten hatten wir es alle geschafft. Das Spiel nannte sich „Der Gordische Knoten“ und wird häufig in Klassen gespielt. Dies zeigt die Teamarbeit zwischen den Schülern und lässt Vertrauen aufbauen.
Als kleine Einführung in das Stundenthema wurde uns von zwei Schülern ein Konflikt vorgespielt, in dem sie sich stritten, weil ein Schüler auf den Stift eines anderen gestiegen war. Sie diskutierten laut, ohne auf den anderen einzugehen. Danach sollten sich alle eine Lösung für ein friedlicheres Kommunizieren überlegen. Im Rest der Stunde ging es um die Du-Botschaft und die Ich-Botschaft.
-Beispiel für Du-Botschaft (wenig effektiv: erzeugt Blockadehaltung beim Gegenüber und das Gefühl der Schuld): Du bist gemein, wenn du mich anschreist, weil du immer schlecht gelaunt bist. Hör auf damit, deinen Frust immer an mir auszulassen.
-Beispiel für Ich-Botschaft (recht effektiv: Kränkung oder Problem aus eigener Sicht beschreiben; erzeugt keinen Vorwurf, sondern „berichtet“ grundsätzlich von der eigenen Seelenlage) : Ich bin sauer, wenn du den Kuchen ohne mich isst, weil er für uns beide war. Ich möchte, dass du dich bei mir entschuldigst und mir das nächste Mal etwas übrig lässt.
Die Achtklässler arbeiteten mit großem Interesse mit und füllten ein Arbeitsblatt mit verschieden Situationen zur Ich-Botschaft aus.
Bis sie das erste Mal zwischen zwei oder mehreren Schülern schlichten, werden die angehenden Mediatoren noch eine Menge lernen, um ihr Wissen gekonnt in Konfliktsituationen anwenden zu können. Mediatoren an der Schule helfen nicht nur Schülern in einem Konflikt direkt, sondern auch den schlichtenden Jugendlichen selbst. Sie lernen dabei, wie man mit den verschiedensten Streit- und Diskussionssituationen umgeht und lernen verantwortlich, mit fremden Personen umzugehen. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Mediatoren leichter in die Lage der anderen Jugendlichen versetzten können, was bei Lehrern z. B. wegen des Altersunterschiedes manchmal nicht so leicht ist.


















