Gedichte? Nicht erst seit gestern!

Bereits im Mittelalter haben Menschen Gedichte geschrieben. Nur schade ist, dass wir viele dieser längst geschriebenen lyrischen Werke nicht kennen. Hier findet ihr ein solches altes Gedicht, das sich auf Gott bezieht. Es stammt von Franz von Assisi: 

Herr Gott im Himmel und auf Erden
laß mich dein Friedenswerkzeug werden.
Wo Haß, da laß mich Liebe spenden
Streit laß mich durch verzeihen enden.
Wo Zwietracht, laß mich Eintracht bringen,
laß Irrtum mich durch Wahrheit zwingen.
Wo Zweifel herrscht laß Glaub erstehen,
laß Finsternis im Licht zergehen;
daß, wie man es auch dreh‘ und wende,
die Traurigkeit in Freude ende.

Franz von Assisi, (1182 – 1226), eigentlich Giovanni Bernadone, katholischer Heiliger, Stifter des Franziskanerordens

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Das Kloster Metten feiert 1250-jähriges Bestehen

Die Benediktinerabtei Metten gehört zu den bayerischen Urklöstern. Sie wurde um das Jahre 766 durch den Edlen Gamelbert, Priester und Grundherr im nahen Michaelsbuch, gegründet. Der selige Utto war der erste Abt des Klosters.

Frontansicht von St. Michael

Bild von Georgius Gemini

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… im Prälatengarten

Bild von DKrieger

Die Abtei ist eines der ältesten Klöster Bayerns. Das heutige barocke Erscheinungsbild der Klosterkirche mit ihren beiden charakteristischen Zwiebeltürmen entstand im 18. Jahrhundert.

Das Altarbild in der barocken Klosterkirche stammt von Cosmas Damian Asam.

Als Prunkstück der Anlage gilt die berühmte barocke Klosterbibliothek. Bereits im Spätmittelalter gab es in Metten eine bedeutende Schreib- und Malschule, später auch ein Seminar für Sängerknaben. Zeitweilig unterhielten die Mönche sogar eine eigene kleine theologische Hochschule. Diese Tradition soll wiederbelebt werden. Allerdings ist noch nicht ganz klar, wie das Vorhaben finanziert werden soll. Diese Frage wird heute auch ein Thema sein, wenn der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in Metten zu den Feierlichkeiten im Kloster zu Gast sein wird.

Innenansicht der barocken Klosterkirche

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… im Klosterhof

Bild von Zairon

Im folgenden Video könnt ihr einen 360-Grad-Rundumblick ins Kloster Metten werfen.

Als erste Benediktinerabtei in Bayern wurde Metten 1830 nach der Säkularisation von König Ludwig I. wieder errichtet; mit dem Auftrag, sich der Bildung, Erziehung und Wissenschaft zu widmen. Bis heute beherbergt das Kloster – wie auch bei uns in Seligenthal – ein rennomiertes Gymnasium.

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… eingebettet in ein malerisches Bayerwaldpanorama

Bild von Tobias Rahm

Wer mehr über das Kloster Metten erfahren möchte, findet im folgenden Clip des Bayerischen Rundfunks viele wissenswerte Informationen:

 

 

Neuer Newsfeed in der Seitenleiste: Kathnews – das katholische Nachrichtenportal

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In der Seitenleiste findet ihr einen neuen Newsfeed unter den bereits bestehenden „Aktuelles aus der Region“ und „Neues aus ganz Europa“. Kathnews ist ein bekanntes katholisches Online-Nachrichtenportal, das euch ständig mit neuen Informationen aus der Welt des Glaubens versorgt. Die Seite kann auch direkt online aufgerufen werden unter http://www.kathnews.de/.

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Weiterbilden!

Bräuche in Oster- und Fastenzeit

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Wusstest du, dass  früher keineswegs in jeder Region der Osterhase die Eier zu Ostern versteckte? In Teilen der Schweiz brachten damals der Kuckuck, in Teilen Westfalen der Osterfuchs, in Thüringen der Storch und in Böhmen der Hahn die Leckereien zu Ostern.

Zudem gibt es an Ostern den Brauch des Karfreitagsratschens. Bei diesem Brauch ziehen Kinder, meistens Ministranten, mit hölzernen Schlaginstrumenten durch die Straßen oder um die Kirche (siehe Bild unten). Sie erinnern an Gebetszeiten, Andacht und das Leiden Christi. Früher erzählte man Kindern, die Kirchenglocken fliegen am Gründonnerstag nach dem Gloria zur Beichte nach Rom. Die Ratschen bilden nun den „Ersatz“ für die Kirchenglocken und werden häufig auch während der Wandlung anstatt der Altarglocken geschlagen.

Ein anderer, relativ bekannter Brauch ist der des Osterfeuers. Dabei werden Baum-und Strauchschnitt , teilweise auch die Christbäume vom Vorjahr oder eine Strohpuppe, die Judas Ischariot, den Verräter von Jesus darstellen soll, verbrannt (siehe Bild unten). Mancherorts versuchen auch Jugendliche aus den Nachbarorten den Holzberg vorzeitig anzuzünden.

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Der Emmausgang ist eine Erinnerung an eine Geschichte aus dem Evangelium, in der Jesus sich unerkannt zwei seiner Jünger, die auf dem Weg nach Emmaus sind, anschließt. Der Emmausgang ist ein Bittgang mit Gebet und Gesang oder ein besinnlicher Spaziergang. Manchmal findet im Anschluss an ihn noch ein kleiner Gottesdienst statt. Das Bild zeigt ein Gemälde von Fritz von Uhde aus dem Jahr 1891, das Jesu Gang nach Emmaus mit seinen Jüngern darstellt.

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Fritz von Uhde (1848 – 1922): Der Gang nach Emmaus

Jeder kennt das Lied von Stups dem kleinen Osterhasen. Doch warum bringt ausgerechnet der Hase die Eier zum Fest? Wie bereits oben angedeutet, war das früher nicht überall der Fall. Ein mögliche Theorie ist, dass der scheue Hase Sinnbild für den schwachen Menschen ist und im Fels (= Christus) Zuflucht sucht und findet.

Ich persönlich finde es besonders toll, wenn in der Osternacht von der Osterkerze aus alle Lichter angezündet werden. Am Anfang ist es ganz dunkel und dann wird es immer heller. Ich hoffe, dass auch ihr dieses besonderen österlichen Stimmung – nicht nur in der Kirche – etwas abgewinnen könnt!

In diesem Sinne wünsche/n  ich/wir euch frohe Ostern!!!