Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage! – Nur ein Schild am Eingang?

Am Haupteingang unserer Schule hängt ein großes Schild. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ steht darauf. Doch was bedeutet das eigentlich? Und ist es nicht einfach nur ein weiteres Blechschild von vielen? Nein! Ganz und gar nicht!

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„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eine Initiative, die 1988 von belgischen SchülerInnen und JugendarbeiterInnen ins Leben gerufen worden ist. Jetzt, 28 Jahre später, sind insgesamt 1.600 Schulen aus Belgien, Österreich, Spanien und Deutschland Teil der Initiative und setzten sich damit für einen fairen und guten Umgang miteinander ein.

Auch unsere Schule ist seit 2012 eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Hier in Seligenthal setzt sich die Unicef-Schülergruppe für das Projekt ein.

 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist kein Zertifikat und keine Auszeichnung, viel mehr ist es ein Vertrag, mit dem sich die SchülerInnen, LehrerInnen und alle anderen „Angehörigen“ einer Schule DAUERHAFT dazu verpflichten, in Zukunft keine Art der Diskriminierung an der Schule zuzulassen, und einzuschreiten, falls jemand Opfer von Diskriminierung wird.

Um eine „Courage-Schule“ zu werden, müssen mindestens 70% aller an der Schule, das heißt alle, die dort lernen, lehren oder arbeiten, eine Vereinbarung im Sinne eines verbindlichen Vertrages unterzeichnen.

Die Verpflichtung bzw. der Vertrag beinhaltet folgende Punkte:

1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird,   nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.

3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Neben diesen Punkten verpflichtet sich eine Schule außerdem dazu, Projekte und Infoveranstaltung zum Thema Rassismus und Diskriminierung anzubieten und so die Schüler darüber aufzuklären.

Denn die Worte Rassismus und Diskrimierung werden ständig von allen möglichen Personen in den Mund genommen und gerade in unserer Zeit, in der es viele Flüchtlinge in Deutschland gibt, ist Rassismus (leider noch immer) ein Thema.

Doch was ist Rassismus eigentlich und wie unterscheidet er sich von der Diskrimierung?

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Diskriminierung bedeutet, dass Menschen aufgrung bestimmter Eigenschaften, beispielweise der Hautfarbe oder Behinderungen, ausgegrenzt oder nicht gleichwertig behandelt werden.

Rassismus geht dagegen noch einen Schritt weiter. Er „unterteilt“ die Menschen in verschieden „Rassen“ und lehrt, dass die eine „Rasse“ mehr wert ist als eine andere, und damit Menschen unterschiedlicher Herkunft, wegen eines anderen Glaubens oder einer anderen Weltsicht einen „minderen Wert“ haben. Der Rassismus der Nationalsozialisten ging so weit, dass Menschen einer aus ihrer Sicht „minderwertigen oder „unterlegenen“ Rasse nicht die gleichen Rechte haben (durften) wie Menschen, die zu  einer „überlegenen Rasse“, zu der sich die Nazis zählten, gehörten. Der Hass der Nazis (v.a. gegen Juden und Sinti und Roma) steigerte sich ins Unermessliche, forderte Millionen Menschenleben und stürzte die halbe Welt in Tod und Elend. Somit ist der Rassismus eine sehr heftige Form der Dikriminierung und kann nie gedachte Ausmaße annehmen. Besonders gefährlich wird Rassismus dann, wenn er geduldet wird. Rechtsradikale und Rassisten versuchen noch immer, Stimmung gegen andere Menschen oder Menschengruppen zu machen.

Auch heute noch gibt es also Ausgrenzung, Hass und rassistische Hetze in aller Welt. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ richtet sich gegen jede Form (nicht nur rassistischer) Ungerechtigkeiten an Schulen und leistet somit einen Beitrag für eine friedliche und bunte Gesellschaft – eben ohne Hass und Ausgrenzung.

Das Schild am Eingang zu unserer Schule ist nicht einfach nur ein weiteres Blechschild von vielen. Mit eurer Unterschrift UND der Entscheidung, auf unsere Schule zu gehen, verpflichtet ihr euch, dauerhaft gegen Rassismus einzutreten und zu einem guten Schulklima beizutragen.

Aber nicht nur IN der Schule müssen wir aufeinander schauen – auch AUßERHALB gilt die Verpflichtung. Die Initiative „Schule ohne Rassimus“ kann nur funktionieren, wenn alle mithelfen. Und diese Hilfe und Bereitschaft darf nicht aufhören, sobald man die Schule verlässt!

It’s a Trap

Der berühmte Ausspruch „It`s a Trap“ („Das ist eine Falle“) dürfte vielen aus der englischsprachigen Version von Star Wars bekannt sein. Dieser Lexikonartikel ist natürlich keine Falle!

Und damit willkommen zu meinem Beitrag über das äußerst interessante musikalische Genre Trap. Noch nie gehört? Das ist gut möglich, da es zu den etwas unbekannteren Genres der EDM (Electronic Dance Music) gehört, das aber meiner Ansicht nach vollkommen zu Unrecht.

Woher kommt Trap?

Trap (was zu deutsch übrigens „Falle“ bedeutet) kommt aus den Südstaaten der USA. Dort erfreute sich nämlich der Hip-Hop schon früh großer Beliebtheit und wurde stets weiterentwickelt. Trap ist somit ein Subgenre des Hip-Hop. Allerding war Trap bis ca. 2010 nicht als das heutige Trap bekannt. In den 1990er Jahren war es noch viel näher an den Original-Genres Down South und Crunk. 2010 wurde Trap dann immer mehr durch die EDM (Electronic Dance Music) geprägt.

Was ist vom Hip-Hop noch übrig?

Im Großen und Ganzen der Beat, zumindest, was die Grundierung angeht. Allgemein ist auch die Atmosphäre das Hip-Hop übernommen, also möglichst düster und nicht selten aggressiv. Das liegt am (leider häufig bestehenden) Zusammenhang von Drogen- und Ghettomilieu zum Hip-Hop. Von diesem Bezug kommt auch der Name Trap. Er bezeichnet in der Drogenszene den Platz, an dem Drogendeals stattfinden. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Musik nie ganz losgelöst ist von Menschen, die sie machen. Das muss man kritisch im Hinterkopf behalten, selbst wenn man Fan einer musikalischen Richtung ist! Dieser Beitrag beschränkt sich dennoch auf das Musikalische des Trap und distanziert sich von möglichen fragwürdigen Inhalten.

Was hat die EDM verändert?

Die schnellen Hi-Hats und tiefen Bässe sind aus dem heutigen Trap nicht mehr wegzudenken. Diese kommen aus den für EDM typischen Genres Big Room House und Dubstep. Der klassische Drop von Big Room ist auch vertreten. Wer das Beispiel schlechthin für EDM-Trap-Musik hören bzw. einen Eindruck von der Stilrichtung bekommen möchte, kann sich den Remix von Major Lazers Original Don von Flosstradamus anhören.

 

Trap ist an sich noch ein sehr junges Genre und es wird sicherlich noch einige Veränderungen erleben. Jeder, der jetzt schon ein Fan von Electronic Dance Music ist, wird die Entwicklungen des Trap sicher genauer verfolgen.

Buchrezension zu „Momo“ von Michael Ende

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Fakten zum Buch „Momo“

Das Buch „MomoDie seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“ wurde von Michael Ende geschrieben und ist 1973 erschienen.

Über den Autor 

Michael Ende ist ein bekannter deutscher Schriftsteller, der 1929 in Garmisch geboren wurde und 1995 verstarb. Er schrieb unter anderem auch „Die unendliche Geschichte“, „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ und „Jim Knopf“.

Zum Inhalt

Momo ist ein kleines Mädchen, das alleine in einer Ruine eines Amphietheaters am Rande der Stadt lebt. Sie trägt zu große Kleidung, kann weder lesen noch schreiben, und weiß nicht einmal, wie alt sie ist. Und doch kommen die Leute gerne zu Momo. Warum? Weil sie zuhören kann, besser als jeder andere. Sie hört so zu, dass den Menschen tolle Ideen kommen und Streitende ihren Konflikt dadurch am Ende selbstständig lösen können. Und noch etwas hat sie mehr als alle anderen: Zeit. Die hat sie immer und für alle, lässt sich nie aus der Ruhe bringen. Und damit kommt sie unwissentlich den Grauen Herren in den Weg, denn deren Zielobjekt ist die Zeit der Menschen. Sie drängen die Menschen zum Zeit-Sparen mit dem Versprechen, die Zeit zu sehr gewinnbringenden Zinsen anzulegen. So unglaubwürdig das klingen mag, die Grauen Herren haben ihre Mittel und Wege, um die Menschen so von ihren fragwürdigen Plänen zu überzeugen, dass diese sogar glauben, es wäre ihr eigener Entschluss gewesen. Momos Freunde haben dadurch immer weniger Zeit für sie, bis die meisten aus Zeitmangel sogar ganz aus Momos Leben verschwinden. Das kleine Mädchen gerät währenddessen immer mehr in die Schusslinie der Grauen Herren. Zusammen mit dem mysteriösen Meister Hora, der für das Zuteilen der Zeit an die Menschen zuständig ist, und dessen Schildkröte Kassiopeia, schmiedet sie einen Plan, um die grauen Herren aufzuhalten und ihre Freunde aus deren Fängen zu befreien.

!!! Meine Meinung / Empfehlung !!! 

Momo ist auf den ersten Blick ein schönes Jugendbuch, das man auch Kindern vorlesen kann. Befasst man sich allerdings etwas genauer mit dem Inhalt, so fällt auf, dass dieser sehr tiefgründig ist. Denn Michael Ende kritisiert mit diesem Buch den Kapitalismus, das vorherrschende Geldsystem und die an Effizienz und Produktion orientierte Wirtschaft. Es hat mich faziniert, wie sehr die Geschichte mit dem nötigen Hintergrundwissen an Tiefe gewinnt. Michael Ende versteht es, den Leser mit seiner Wortwahl regelrecht in seine Geschichten hineinzusaugen, eine Eigenschaft, die mir auch schon bei seinen anderen Büchern aufgefallen ist.

 

Das Tagebuch eines Katers: Teil 1

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin eine Katze, also eigentlich ein Kater, und mein Name lautet Blacky, mein Bruder heißt Flocki. Heute fange ich an, ein Tagebuch zu schreiben. Darin findet ihr meinen Tagesablauf und Informationen darüber, was in dieser Woche besonderes passiert ist. Außerdem schreibe ich meine Gefühle auf. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß beim Lesen – und lacht mich nicht aus!

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Eurer Blacky