Lexikonartikel: Die Welt des Kinos

Jeder Deutsche geht im Durchschnitt ca. zwei Mal pro Jahr ins Kino. Also ehrlich: Wer war denn noch nie im Kino, selbst wenn es nur auf einem Kindergeburtstag oder als Begleitperson für das kleine Geschwisterchen war? Mittlerweile kann man ja nicht nur einfach so auf die Leinwand schauen, sondern auch in einen 3D-Film gehen oder bewegliche Kinositze buchen, die Bewegungen aus dem jeweiligen Film imitieren. Aber wie fand das Kino eigentlich seinen Anfang?

Die Geschichte des Kinos, auch Lichtspieltheater genannt, beginnt auf den Jahrmärkten. Dort wurden Schaubuden aufgestellt, die optische Illusionen präsentierten, zum Beispiel Stereoskope, die Dreidimensionaltität (3D) vortäuschten. Erste Filmvorführungen gab es jedoch erst mit zwei Erfindungen, die beinahe gleichzeitig in Frankreich und den USA angefertigt wurden.

In Frankreich wurde der Cinématographe von den Gebrüdern Lumière erfunden. Er war Filmkamera und Abspielgerät in einem. Die erste Vorführung eines mit diesem Gerät aufgenommenen Films fand am 22. März 1895 in Paris statt. Fast zur selben Zeit erfand William K. L. Dickson im Auftrag Thomas Edisons in den USA das Kinetoskop. Dieses Gerät bot jeweils einer Person Platz, um kurze Filme anzusehen. Es wurde ebenfalls 1895 präsentiert und verbreitete sich in den Vereinigten Staaten sehr schnell.

Die Bestizer von Schaubuden erkannten die Erfolgsaussichten und kauften entweder das Gerät von Dickson oder den Gebrüdern Lumière. Bald fanden in Europa und den USA erste Filmvorführungen vor geladenem Puplikum statt. Zunächst zeigten die Filme nur Alltagszenen, die meisten davon lediglich ein paar Sekunden lang und natürlich stumm und in schwarz-weiß. Doch bald darauf fing man an, aktuelle Ereignisse und kurze, komische Geschichten aufzunehmen. Dadurch entstanden drei Verschiedene „Film- Gattungen“: Spielfilm, Komödie und Dokumentation. Durch diese Neuheiten in der Welt der bewegten Bilder konnte das Interesse des Publikums am Kino entdeckt, bewahrt und sogar erweitert werden.

Während die Filme in den kleineren Städten vorwiegend in Wanderkinos gezeigt wurden, die ihre Filme für einige Tage z. B. in Gasthöfen zeigten, gab es in den großen Städten extra Räume, die umgestaltet wurden, um dauerhaft Filmvorführungen zu präsentieren. Ende der Goldenen 20er wurde der Stummfilm nach und nach durch den Tonfilm ersetzt. Zunächst ließ man Schallplatten parallel zur Filmvorführung abspielen, die dann Musik und Sprache zum Film bereitstellten. Da die Synchronisation aber sehr schwierig war, ersetzte man dieses sog. Nadeltonverfahren bald durch das Lichttonverfahren, bei dem am linken Bildrand ein Streifen für die Tonspur reserviert war. Moderner wurde das Tonverfahren mit Dolby Stereo und schließlich Dolby Digital, was heute bei Kinofilmen und im Heimkino Verwendung findet.

Doch die Erfindung des Fernesehens rang dem Kino einiges an Ruhm ab. Die Besucherzahlen gingen immer weiter zurück. Auch durch neue Erfindungen wie zum Beispiel 3D-Kinos oder Breitwandvorführungen (vgl. IMAX München) konnten die Besucherzahlen nur kurzzeitig gehoben werden. So mussten in vielen Städten die Kinos geschlossen werden. Die übrigen teilten sich in kleine Einzelsäle auf, sodass in einem Kino verschiedene Filme gezeigt werden konnten. Heute zeigen sog. Multiplex-Kinos gerade erfolgreiche Blockbuster und haben ein eingeschränktes Repertoire. Programmkinos haben sich vorwiegend auf künstlerische Filme spezialisiert und bieten oft ein vielseitigeres Programm, haben aber eingeschränkte „Spielzeiten“. 

Unsere Ozeane: Monster der Tiefe

Ungeahnte Tiefen haben unsere Weltmeere. Darin tummeln sich allerlei Tiere. Manche sind so groß oder sehen so furchterregend aus, dass man sie als „Monster der Tiefe“ bezeichnen könnte.

Während unsere Berge weit hinauf reichen, geht die Tiefsee noch weiter hinab. Unsere Welt ist von Bewegung, Sauerstoff, Wärme und Licht geprägt – doch ganz unten, in der Tiefe, gibt es ein Welt, in dem nur Kälte und Dunkelheit herrschen. Doch auch diese Welt hat ihre Bewohner.

In Ozean leben Millionen von Fischen und es gibt (soweit bekannt) über 24.000 Fischarten. Wir kennen unser Universium besser als unsere Weltmeere. Zwar wissen wir etwas über Fischarten, z. B. über Lachse, Karpfen oder sogar Haie, aber es gibt auch Fische die, ganz unten, im Dunkel des Tiefes leben. Drei dieser „Tiefseemonster“ stelle ich euch heute vor.

Der Vampirtintenfisch

Das erste Monster in unserer Liste ist der Vampirtintenfisch. Seinen Namen erhielt er aufgrund der Häute, die sich zwischen seinen Armen aufspannen und ihm das Aussehen eines in einen Umhang gehüllten Vampirs geben. Vampirtintenfische führen ein energiesparendes Leben. Sie leben zwischen 600-1000 Meter Tiefe, sind kaum aktiv und lassen sich normalerweise von der Strömung treiben. Vampirtintenfische ernähren sich nicht von lebenden Tieren, sondern organischen Partikeln, die auf den Meeresboden sinken. Dieser sog. Meeresschnee besteht z. B. aus Eiern, Larven und Leichenteilen von Fischen und Krebstieren.

Tiefsee-Anglerfisch

Das zweite Monster ist der Tiefsee-Anglerfisch. Tiefseefische leben in jedem Ozean in der Tiefe von ca. 500 Metern. Sie sind so besonders, weil sie ein Leuchtorgan besitzen, es gibt aber auch Ausnahmen. Normalerweise  findet sich an Tiefsee-Anglerfischen ein Fortsatz mit einem Leuchtorgan am Ende, die sogenannte Angel, die direkt vor dem Kopf endet. Kleine Fische werden von den Leuchtorganen des Tiefseefischs angelockt und verspeist. Im Video oben findet sich ein „Black Seadevil“. Er sieht wirklich schaurig aus.

Kragenhai

Das letzte Monster in unserer Liste ist der Kragenhai, auch Krausen- oder Schlangenhai genannt. Dieses Monster erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern. Kragenhaie haben einen stumpfen Kopf, ihre Hautfarbe kann von dunkelbraun bis dunkelgrau variieren. Die Zähne des Kragenhais sind sehr besonders und interessant: Die Zahnkrone wird von drei etwa gleich langen, schlanken, zurückgebogenen Spitzen gebildet, an der Zahnbasis können kleinere Spitzen entwickelt sein. Kragenhaie sind echte Urzeit-Tiere! Die Lebensweise der Kragenhaie ist bisher noch unbekannt, aber man konnte feststellen, dass sie  in einer Tiefe zwischen 120 und 1280 Metern leben. Ihre Nahrung besteht, soweit bekannt, aus Tintenfischen und anderen Kopffüßern, daneben auch uns bekannte Tiefseefische.

Natürlich gibt es in Ozeanen auch andere „Monster“ – sie alle aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen. Ganz so tief wie unsere „Monster“ können wir jetzt nicht abtauchen. Aber auf eine kleine 360-Grad-Unterwasserreise nehmen wir euch gerne mit (optimiert für VR-Brillen, ihr könnt aber auch den Mauszeige benutzen, um euch umzusehen):

Lexikonartikel: Fjällräven

Sicher hast du diesen Namen schon einmal gehört oder gelesen. In diesem Artikel möchte ich euch über die Firma Fjällräven informieren. Vor allem der Rucksack der schwedischen Firma (Fjällräven Kanken) ist bei Schülern sehr beliebt, viele von ihnen nutzen den inzwischen in allen Farben erhältlichen Rucksack als Schulranzen.            

Was bedeutet eigentlich der fremdartige, für viele kaum aussprechbare                                  Begriff „Fjällräven Kanken“? Das Wort Fjällräven ist schwedisch und setzt sich aus drei Unterbegriffen zusammen.

  • „Fjäll“ bedeutet so viel wie Gebirge oder Berg (in polaren, kalten Regionen)
  • „Räv“  bedeutet Fuchs
  • Das „en“ fügt den Begleiter (der) an

Ins Deutsche übersetzt bedeutet Fjällräven soviel wie „Polarfuchs“. Den Polarfuchs kann man auch auf dem Logo der Marke erkennen. „Fjällräven“ wird „Fjell-rä-wenn“ ausgesprochen.

Der Begriff Kanken kommt vom schwedischen Verb „kanka“, was so viel wie schleppen oder etwas tragen bedeutet. „Kanken“ findet sich nur auf dem Logo des Rucksacks wieder.

Das Wort Fjällräven Kanken bedeutet also „den Polarfuchs schleppen / mit sich rumtragen“.

Der Gründer des Unternehmens ist der  abenteuerbegeisterte Schwede Ake Nordin, der 1936 in Örnsköldsvik geboren wurde. Schon bald entdeckt der junge Ake seine Liebe zur Natur und es entsteht die Idee für einen neuen Rucksack, der Ausrüstung transportieren kann und dabei gleichzeitig sehr bequem auf dem Rücken sitzt. Früher war die „Verbindung“ von Notwendigem und Bequemen für viele Wanderer und Naturliebhaber schwer vorstellbar. Doch Ake war sich sicher, dass es eine Lösung geben musste. Mit der Nähmaschine seiner Mutter und dem Werkzeug seines Vaters bastelte er im Keller einen Rucksack mit Holzrahmen. 1960, 10 Jahre später, gründete Ake in selbigem Keller die Firma Fjällräven und brachte sein erstes Produkt heraus. Was es war? Ein Rucksack, natürlich – dieses Mal mit Aluminiumrahmen. Angetrieben von Akes Überzeugung, dass es für alles eine praktische Lösung gibt, wurde das Fjällräven-Produktsortiment in den 60er und 70er Jahren um Zelte, Schlafsäcke, Jacken und Hosen erweitert. Die Greenland-Jacket, die Expedition-Down-Jacket und der Kånken-Rucksack sind nur ein paar Beispiele dafür. Das Geschäft lief gut und schon bald eroberte die Firma Skandinavien und anschließend das restliche Europa.

Auf der Website der Firma heißt es:

Dafür stehen wir:

  • Entwicklung von funktionaler, langlebiger, und zeitloser Outdoor-Ausrüstung

  • Verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber Menschen, Tieren und der Natur

  • ​Förderung des Interesses an Aktivitäten in der freien Natur

Der Fjällräven Classic:

Die Firma Fjällräven will den Menschen die Natur näherbringen, was ihr im Jahr 2005 mit der Einführung des „Fjällräven Classics“, einer 110 Kilometer langen Wanderung durch Nordschweden durchaus auch zu gelingen scheint.

Wer bestimmt, was „IN“ ist?

Viele tragen mittlerweile nur noch das, was gerade im Trend ist, auch wenn dieser Trend auf andere vielleicht etwas seltsam wirkt. Doch wer bestimmt eigentlich, was „IN“ ist?

Anders als manche vielleicht erwartet haben, sind es nicht die Designer oder Stylisten, die Einfluss darauf haben, was morgen von vielen getragen wird. Auch die Trendscouts haben damit eher weniger zu tun. Es sind die Modejournalisten und Chefredakteure großer Zeitungen und Magazine. Doch sie haben nicht nur auf den aktuellen Trend Einfluss, sondern auch auf die Karriere und somit den Erfolg eines Designers.

Vor allem Suzy Menkes, die Modekritikerin der International Herald Tribune, gilt als eine der mächtigsten Frauen in der Modewelt. Würde sie einmal etwas Schlechtes über eine der großen Modelabels schreiben, ist es sehr warscheinlich, dass deren Produkte nicht mehr so oft gekauft werden.

Doch fast noch wichtiger als Suzy Menkes ist Anna Wintour, die wohl einflussreichste Frau in der Fashionszene. Sie sitzt bei jeder Show immer in der ersten Reihe. Und das soll etwas heißen, denn dort sitzen nur die „Wichtigsten“. Anna ist die Chefredakteurin der amerikanische Vogue. Sie hat so viel Macht in der Welt der Mode, dass sie Nachwuchsdesigner innerhalb kürzester Zeit zu großen Stars machen kann. Sie ist zum Beispiel dafür bekannt, dass sie unter anderem die Karriere von Marc Jacobs und John Galliano gefördert hat und immer auf der Suche nach neuen Talenten ist.  Spätestens seit „Der Teufel trägt Prada“ sollte sie allen, die den Film gesehen haben, ein Begriff sein. Und das liegt nicht daran, dass sie in dem Film mitgespielt hätte, sondern daran, dass eine der Hauptrollen in dem Film der Chefredakteurin sehr ähnlich sieht. Jedoch war das höchstwahrscheinlich kein lustiger Zufall, sondern pure Absicht. Der Film basiert nämlich auf dem gleichnamigen Buch einer ehemaligen Assistentin von Anna Wintour. Sie erschien auch auf der Premiere des Films – und trug Prada. Jedoch wurde dies nie offiziel betätigt.

Die französische Kollegin Wintours (also die Chefredakteurin der französischen Vogue) heißt Carine Roitfeld und hat ebenfalls sehr großen Einfluss. Sie verhalf zum Beispiel gemeinsam mit Tom Ford dem damals verstaubten und altmodischen Label Gucci zu einem sensationellen Comeback und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, Gucci zu einer der markantesten und begehrtesten Marken der Modewelt zu machen.

Doch es müssen nicht unbedingt die Chefredakteure von Modemagazinen sein, die durch ihre Einflussnahme dafür sorgen, dass Menschen etwas „in“ finden. Ähnlich wie Suzy Menkes schreibt auch Cathy Horyn regelmäßig in einer bestimmten Zeitschrift über Mode, und zwar in der New York Times. Im Gegensatz zu den Modemagazinen sind Zeitungen wie die New York Times oder die International Herald Tribune unabhängiger von den Anzeigekunden und können sich deshalb auch eine kritische Berichterstattung über Mode-Schauen erlauben. Horyn hat auch einen Blog, in dem sie über Mode berichtet. Es ist schon vorgekommen, dass sie wegen ihrer negativen Kritik nicht zu Shows eingeladen wurde, doch das nimmt sie für ihre Unabhänigkeit in Kauf.

Verrohte Sprache – Verrohte Menschen ?

Schimpfwörter begegnen uns immer häufiger im Alltag. Wir selbst benutzen sie nicht selten ganz ungezwungen, z. B. das Wort „Bitch“. Dass damit aber eine Frau oder ein Mädchen auf eine „läufige, räudige Hündin“ reduziert wird, ist wohl kaum einem bewusst. Auch wenn man zum Beispiel sein Handy herunterfallen lässt oder der Zug mal wieder Verspätung hat, kann einem durchaus der ein oder andere Kraftausdruck herausrutschen. Vor allem für Jugendliche zählen Schimpfwörter heutzutage zum normalen Sprachgebrauch. So kommt es auch vor, dass sich Jugendliche untereinander Schimpfwörter „an den Kopf schmeißen“, ohne wirklich darüber nachzudenken, was das in der anderen Person auslösen könnte.

Doch warum ist das so? Warum verwenden vor allem Jugendliche diese Formulierungen? Und welche Auswirkung hat eine aggressive Sprache?

Auf diese und weitere Fragen versuchte die Klasse 9c in einem Projekt vor Weihnachten eine Lösung zu finden. Das Projekt trug, wie die Überschrift schon sagt, den Titel „Verrohte Sprache – Verrohte Menschen?“ Die Schüler bekamen zu diesem Thema diverse Aufgaben gestellt, die sie in einem gewissen Zeitraum zusammen lösen sollten.

Schon am Anfang wurde der Kasse klar, dass es viele unterschiedliche Meinungen zu der Frage, was als verletzend oder ausgrenzend empfunden wird, gibt. Es stellte sich heraus, dass jeder eine andere Auffassung davon hatte, welche Schimpfwörter für einen persönlich schlimm sind und welche nicht und in welchem Kontext, also in welchem Zusammenhang (z. B. vor Lehrern oder im Freundeskreis) sie gesagt werden. An dieser Stelle darf an die Verleihung des Musikpreises „Echo“ erinnert werden, bei dem die Rapper Kollegah und Farid Bang ausgezeichnet wurden. Die Verleihung selbst löste einen großen Skandal aus, da viele Menschen, darunter auch andere Musiker, der Ansicht waren, dass die Texte der Rapper antisemitisch (im heutigen Sprachgebrauch „fremdenfeindlich) oder frauenverachtend seien und ein solcher Musikpreis deswegen unverdient wäre. Einige forderten  daraufhin eine allgemeine Diskussion darüber, „was als Provokation noch erträglich ist und was nicht.“ Hier zeigt sich bereits: die Meinungen gehen in der Öffentlichkeit ebenso auseinander wie in unserer Klasse.

Um auch die Ansichten Jugendlicher zum Thema „Schimpfwörter“ zu berücksichtigen, hat die Klasse 9c eine Umfrage in verschiedenen Jahrgangsstufen unseres Gymnasiums durchgeführt. Eine der wahrscheinlich wichtigsten Fragen lautete:

„Warum verwenden vor allem Jugendliche Schimpfwörter?“

Folgende Gründe wurden bei der Umfrage genannt:

  1. Fehlender Wortschatz (die Jugendlichen haben nicht genügend Vokabular, um ihre Gefühle auszudrücken)
  2. Alltagssprache unter Jugendlichen (aufgrund der sekundären Sozialisation innerhalb des Freundeskreises, der Schule oder der Peer-Group, bekommen Kinder und Jugendliche oftmals diese Wörter durch ihr Umfeld mit und übernehmen sie unreflektiert)
  3. Wut zum Ausdruck bringen
  4. Ziel, andere zu verletzen
  5. Eigene Schwächen kompensieren (also um von ihnen abzulenken, sie „auszugleichen“)
  6. Coolheit (die meisten Jugendlichen denken, dass es cool und modern ist, jene Formulierungen zu verwenden)
  7. Eigene Stärke besser zur Schau stellen

 

Bevor ihr weiterlest: nehmt bitte an unserer anonymen Umfrage teil:

 

Ihr kennt es bestimmt alle: Euch rutscht ein Schimpfwort vor euren Eltern heraus und diese erwidern entsetzt: „So etwas sagt man nicht!“ oder „Jetzt reiß` dich mal ein bißchen zusammen!“ Wahrscheinlich haben sich die ein oder anderen gefragt, warum ihre Eltern das besagte Wort so schlimm finden, immerhin wird es unter Freunden und Mitschülern täglich ganz ohne „Probleme“ benutzt. Warum empfinden also viele Erwachsene  die aggressive Sprache der Jugendlichen als schockierend? Das liegt daran, dass derbe Formulierungen  früher hauptsächlich noch nicht so verbreitet und gewöhnlich waren. Im Laufe der Zeit wurden jedoch viele neue Schimpfwörter, insbesonders aus dem Englischen, übernommen. Ein Grund dafür ist die zunehmende Globalisierung und der Einfluss aus Amerika – und damit der englischen Sprache. Dass unseren Eltern als Jugendliche  trotzdem nicht so oft ein deutsches Schwimpfwort herausgerutscht ist, ist der damals etwas strengeren Erziehung der Eltern und negativen Einstellung gegenüber beleidigenden Wörtern geschuldet. Letztlich sind Beschimpfungen ja immer, egal ob im Spaß oder Ernst, eben Beschimpfungen. Sie wurden im Laufe der Zeit sozusagen „salonfähig“ und hielten mit der Unterhaltungsbranche (die übrigens auch einen Jugendschutz kennt) Einzug in unseren Alltag.

Den meisten Teenagern ist  häufig gar nicht klar, was diese Wörter in der adressierten Person auslösen können.

Jeder fasst Schimpfwörter ganz anders auf. Deswegen hat sich die 9c auch mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkung denn überhaupt eine aggressive Sprache hat. Obwohl diese in der Umfrage explizit nicht vorkam, hat man versucht, es in der Klasse zu klären. Mit Hilfe unseres Schulpsychologen Herrn Merkel sind die Schüler letztendlich auf folgende mögliche Auswirkungen und Eigenschaften aggressiver Sprache gekommen.

Aggressive Sprache und Schimpfwörter können

  1. verletzen
  2. verwirren
  3. das Zusammenleben erschweren (Erziehung, Umgang, Zusammenhalt)
  4. Personen im Ganzen „(ent)werten“, nicht ein spezielles Verhalten – vgl. „Bitch“)
  5. Konflikte nicht lösen

Wut, Trauer, im schlimmsten Fall sogar Depressionen können in der betroffenen Person ausgelöst  werden. Zusätzlich nehmen viele bei häufiger Konfrontation mit Beleidigungen an, dass diese Schimpfwörter wirklich zutreffend sind, was zu einem verminderten Selbstwertgefühl besonders in Kinder- und Jugendjahren, in denen sich der Mensch noch in seiner geistigen und persönlichen Entwicklung befindet, führen kann. Aber auch die Abstumpfung und Toleranz gegenüber Schimpfwörtern und verrohter Sprache kann bewirken, dass man sie in unterschiedlichen Kontexten und bei Menschen verwendet, die ganz anders darauf reagieren, als man von seinem eigentlichen Umfeld, z. B. dem Freundeskreis, gewohnt ist. Diese Menschen finden dann eure Kraftausdrücke dann nämlich gar nicht lustig. Und weshalb sollten andere das lustig finden, was du und dein Clique lustig findet? Ist das vielleicht sogar Nötigung?

Das Projekt hat der gesamten Klasse zweifellos Nerven durch die vielen kleinen Meinungsverschiedenheiten geraubt, aber das Endergebnis sowie das neu erlangte Wissen über das Thema sind dafür umso gewinnbringender. Wir hoffen,dass wir euch auch einen kleinen Einblick in das brisante Dauerthema geben konnten und ihr, falls ihr es ohnenicht nicht jetzt schon tut, in Zukunft vielleicht weniger Schimpfwörter verwenden werdet – in eurem Interesse und im Interesse anderer. Zum guten Zusammenleben braucht es keine Schimpfwörter, wir können getrost auf sie verzichten!

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Anmerkung der Verfasserin: dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Sophia Häglsperger, 9c

Das teuerste Restaurant der Welt

Die Gastronomie zählt zu den lukrativsten Geschäften weltweit, was ein Besuch im „Sublimotion“ auf Ibiza, das seit seiner Eröffnung 2014 den ersten Platz auf der „teuerstes Restaurantskala“ der Welt dominiert, bestätigt.

Und dann ist da noch der Name, der hinter dem Sublimotion steht: Paco Roncero. Er gilt weltweit als einer der besten Köche, preisgekrönt mit zwei Michelin-Sternen, gefeiert und respektiert für seine Kreationen im Bereich der Molekularküche. Er hat sich mit der Eröffnung des Sublimotion einen Traum erfüllt, denn neben dem Luxus-Restaurant eröffnete der gebürtige Madrilene im Hard Rock Hotel auf Ibiza noch eine Tapas-Bar: das Estado Puro, das es bereits in Madrid gibt.

1. Doch was kostet nun ein Besuch im teuersten Restaurant der Welt?

Pro Nase verlangt das Luxusrestaurant 1500 Euro.

2. Was kann man sich unter einem Gericht im Sublimotion vorstellen?

Es gibt, immerhin, 20 Gänge. Aber wie es sich für „Haute Cuisine“, also gehobene Küche, gehört, sind die Teller selten gut gefüllt, sondern eher minimalistisch verziert, natürlich mit allerlei essbaren Details. Doch das Restaurant verspricht neben dem einmaligen Geschmackserlebnis auch ein wahres Orchester für Nase, Ohren und Haut auf seiner Website.

3. Gibt es neben leckeren Essen noch weitere Attraktionen im Sublimotion?

Was in dem Raum passiert, in dem die Speisen serviert werden, wird von einer Art Schaltzentrale aus gesteuert. Visuelle, akustische Effekte, Temperatur und Luftfeuchtigkeit- all das wird auf die Feinheiten der verschiedenen Gänge abgestimmt. Es werde Momente des Humors, der Freude, Angst, Reflexion und Nostalgie geben, heißt es auf der Website. Eine weitere Besonderheit des Restaurants ist die genau abgestimmte Besucherzahl. Denn pro Mahlzeit haben nur 12 Gäste im Restaurant Platz.

4. Und lohnt sich ein Besuch überhaupt?

Laut den Kommentaren der Gäste auf der Website lohnt sich ein Besuch im teuersten Restaurant der Welt auf jeden Fall. Das Sublimotion-Team würde für ein unvergessliches Erlebnis, sogar ein richtiges Abenteuer sorgen. Neben dem einzigartigen Geschmackserlebnis natürlich auch mit den zahllosen technischen, visuellen und akustischen Effekten.

Wer aber für ein Essen nicht 1500 Euro bezahlen möchte, kann sich im Estado Puro für 9,45 Euro einen Parmesan-Pasta Salat bestellen. Auch hier in Landshut soll es gute Restaurants geben. Alles will und muss man sich wohl auch nicht leisten können!

Neujahr in China

China ist ein Land voller Traditionen und Festen. Heute erfahrt ihr mehr über ein großes Fest: das chinesische Neujahrsfest.

Der Löwentanz ist fester Bestandteil des chinesischen Neujahrsfests

Chinesisch-Neujahr ist sehr besonders, niergendwo wird dieses Fest so wie in China gefeiert. Das Neujahr beginnt mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentanzen und wird durch Mah-Jongg-Spiele begleitet. Dieses Fest ist voll mit rot-goldenen Farben. Warum ist das alles so? Darum ranken sich Mythen…

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen oder aus dem Meer (je nach Quelle) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die genannten Farben reagieren würde. Die Vertreibung des Monsters wird „Guònián“ genannt, Gehen des „Nian- oder Jahresmonsters“, womit das Gehen des alten Jahres gemeint ist, also das Neujahrsfest.

Das ganze Fest dauert 15 Tage und fast jeder Tag hat eine „Tradition“. So ist z. B. am siebten Tag  „jedermanns Geburtstag“, das heißt, dass alle Chinesen ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern. Früher spielten im traditionellen China individuelle Geburtstage kaum eine Rolle  – das hat sich aber in der Moderne natürlich gewandelt.

Am ersten Tag wird im Familienkreis gefeiert. Man trifft sich am Morgen und begrüßt die anderen mit einem Kompliment, im Anschluss werden rote Umschläge an unverheiratete Mitglieder der Familie, seltener auch an unverheiratete Gäste, verteilt. Am fünfzehnten Tag wird das Laternenfest gefeiert. Das Laternenfest gilt als Tag der Brautschau und Ehestiftung.

In China sind viele verschiedene Bräuche zu sehen, wie zum Beispiel Fenster und Türen während des Festes zu öffnen, um Glück  ins Haus zu lassen oder das Licht nachts brennen zu lassen, denn Licht beleuchtet den Weg für Glück ins Haus und schreckt böse Geister ab. Aber es gibt auch Bräuche, die Unglück symbolisieren. Chinesen tragen weiße oder schwarze Kleidung während des Festes nicht, da schwarz die Farbe des Unglückes und weiß traditionell die Farbe des Trauerfalls ist.

Das Neujahr in China ist etwas Besonderes und fällt  jeweils auf unterschiedliche Tage. Das chinesische Neujahr findet zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, am zweiten (sehr selten am dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende.

Wenn ihr was etwas Neues und Besonderes erleben wollt, dann „fahrt“ einfach nach China. Dieses Land wird euch mit seinen Traditionen und Festen überraschen.

Frag doch einfach Google: die Technik hinter der (einfachen) Suche

Jeder kennt die Situation: Wenn man heutzutage etwas nicht weiß, kommt natürlich keiner auf die Idee, in die Stadt zu fahren und in der Bibliothek nachzuschauen oder ein Sachbuch von daheim in die Hand zu nehmen. Auch wenn man vergessen hast, was „verrückt“ im Englischen heißt, wird man wahrscheinlich eher schnell zum Handy greifen als ein Wörterbuch in die Hand nehmen. Wenn man gerne wüsste, wie das Spiel „Deutschland“ gegen „Frankreich“ ausgegangen ist, rennst man nicht schnell zum Kiosk, um sich eine Zeitschrift zu besorgen oder ruft einen Freund an und fragt nach dem Ergebnis.

Nein…, man „googelt“ einfach und schnell nach dem gewünschten Ergebnis! Und in weniger als einer Sekunde kennt man es. Doch wem bzw. was hat man das eigentlich zu verdanken? Und wie funktioniert das Ganze überhaupt?

Zu aller Anfang wollen wir erst einmal die Frage klären, wer Google überhaupt erfunden und gegründet hat. Google wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin in Kalifornien gegründet. Erfunden wurde die Suchmaschine jedoch schon 1996, ebenfalls von Larry Page und Sergey Brin. Damals hieß es noch BackRub, doch seit dem 15. September 1997 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google bekannt.

Google ist irgendwie ein seltsamer Name oder? Wer sich den wohl ausgedacht hat? Ob ihr es glaubt oder nicht: es wahr ein neunjähriger Junge! Der Kleine hieß Milton und war der Neffe von Edward Kasner, einem US-Mathematiker. Milton hat aber nicht direkt den Namen „Google“ erfunden. Sein Onkel Edward hatte ihn dazu aufgefordert ein Wort für eine Eins mit hundert Nullen zu finden. Der Junge entschied sich für Googol. Davon stammt der uns heute bekannte Begriff Google.

Mit Google kann man ja nach allem, wirklich allem suchen. Wenn du jemanden in Deutschland fragst, ob er Google kennt, wird er sehr wahrscheinlich ja sagen. Doch wie sieht das in anderen Ländern aus? Auf jeden Fall müssen die Kalifonier die Suchmaschine kennen, denn in ihrem Land liegt ja der Ursprung. Tatsächlich ist Google auf der ganzen Welt verbreitet, in manchen Ländern mehr, in manchen weniger.

Aber wie funktioniert Google überhaupt? Das Ziel von Google ist eigentlich, alle Nutzer zufriedenzustellen. Man soll also nicht stundenlang nach etwas suchen müssen, sondern am besten gleich bei den ersten Malen etwas Brauchbares finden. Damit das aber auch wirklich klappt, muss ja jemand oder etwas die ganzen Angebote unter die Lupe nehmen, um zu überprüfen, ob der Inhalt auch dem Gesuchten entspricht. Da dieser Job viel zu anspruchsvoll für uns Menschen wäre, übernehmen das sog. Googlebots, auch Crawler oder Spider genannt, die – als Art Software programmiert – durch das Netz surfen und permanent Seiten durchleuchten. Vor ein paar Jahren waren das täglich mehrere Milliarden Websites. Also könnt ihr bei einer Googlesuche nur das sehen, was von den Googlebots davor überprüft / erfasst, auch indexiert genannt, wurde. Ganz oben links auf der Such-Website könnt ihr dann auch sehen, wie viele Texte zu dem gesuchten Thema indexiert wurden.

Doch das ist noch längst nicht alles. Nachdem die Bots ihre Arbeit getan haben, müssen die Websites natürlich nach ihrer Relevanz, also ihrer Wichtigkeit, überprüft werden. Denn wenn wir zum Beispiel etwas suchen, wollen wir, dass die Seite, die uns dazu am meisten Informationen bietet, ganz oben steht. Der Prozess der „Relevanz-Überprüfung“ wird Ranking genannt. Dabei kommt der berühmte, teilweise auch gefürchtete Google-Algorithmus ins Spiel. Darunter kann man zunächst einfach die Sammlung aller Kriterien verstehen, die einen Text – bezogen auf ein Keyword (Suchwort) – für Google zu relevantem Content (Inhalt) machen. Wichtig ist, dass das Keyword sehr oft ihm Text vorhanden ist, vor allem am Anfang, in der Mitte und am Schluss. Ebenfalls wichtig ist, dass das Wort auf der Seite verlinkt ist. Zu guter Letzt sollte das Keywort am besten in der Überschrift oder dem ersten Satz vorhanden sein. Falls all diese Kriterien erfüllt werden, kann es gut sein, dass die Websites als eine der ersten erscheint. Google arbeitet fortwährend an der Verbesserung der Kriterien, deshalb wird die Website, die aufgrund des zugrundeliegenden Algorithmus` an oberster Stelle auftaucht, oft nochmals genau überprüft. Das muss jedoch nicht heißen, das die Websites auf den zweiten und dritten Plätzen keine brauchbaren inhaltlichen Treffer liefern.

In der folgenden Doku erfahrt ihr noch mehr über die Suchmaschine: