Vom Aussterben bedrohte Tiere

Viele Tiere sind vom Aussterben bedroht:

Wilkinsammerfink:

Der Wilkinsammerfink kommt nur auf Inselgruppen vor, z. B. auf Tristan da Cunha (Atlantischer Ozean). Dort findet man dan Finken auf der Nightingale Island.

Der Weiße Hai

Der Weiße Hai ist derzeit sehr stark vom Aussterben bedroht und steht fast ganz oben auf der Roten Liste.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/56/White_shark.jpg

Foto von Terry Goss

Der Koala:

Wegen des Klimawandels leiden auch die Koalas und sind vom Aussterben bedroht.

aussterben_2

Ein (müder) Koala auf einem Eukalyptus-Baum

Der Flügelkopf-Hammerhai:

Er ist ein fast zwei Meter langer Fisch und lebt zumeist in den küstennahen Gewässern von Süd- und Südostasien.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6b/Eusphyra_blochii_Day.jpg

Der Leopard:

Der Leopard ist zwar in Asien und Afrika noch relativ häufig anzutreffen, aber seine Rückzugsgebiete haben sich im letzten Jahr fast halbiert. Deshalb zählt auch er mittlerweile zu den gefährdeten Tieren.

aussterben_3

Leopard: schön und gefährlich

Kettenbriefe – einfach nur Viren?

Jeder hat schon einmal welche auf WhatsApp bekommen: Kettenbriefe. Aber sind auch wirklich alle nur Viren?

Häufige Kettenbriefe sind solche, die euch neue Emojis versprechen: ,,Willst du einen Emoji mit Herz-Mund? Dann schicke diese Nachricht an 15 Kontakte!“, kann man häufig lesen. Aber stimmt das? Ich selbst habe es versucht und es hat nicht funktioniert.

emoji

Ein typisches Emoji, wie es in einem Kettenbrief versprochen wird. Dabei gibt es genügend Emojis in den Apps selbst, sodass man gar keine neuen braucht.

Zur Halloween-Zeit gab es Kettenbriefe, in denen über die Horror-Clowns berichtet wurde. Wenn man diesen Kettenbrief weitergeschickt hat, übermittelte man den Absendern des Briefes seinen eigenen Standort. Eure ganz persönlichen Daten bzw. eure Privatsphäre sind somit durch sog. Kettenbriefe in Gefahr!

Es gibt auch Kettenbriefe, die euch große Versprechungen machen, z.B.:,, Wenn du jetzt die Fragen beantwortest hast, dann schicke diese Nachricht an 5 Kontakte. So bekommst du in der nächsten Ex oder Schux eine 1! Wenn du es an 10 Kontakte schickst, findest du deine wahre Liebe. Wenn du es an 15 Kontakte schickst, geht beides in Erfüllung.“ Aber ob man eine gute Note schreibt, hängt nur davon ab, ob man gelernt hat oder nicht. Die wahre Liebe findet man durch das Versenden dieser Nachrichten ebenfalls nicht. Deswegen darf man solchen Nachrichten NIE Glauben schenken und muss ganz vorsichtig sein. Die Absender solcher Briefe wollen in erster Linie an eure Daten: Kontakte, Bilder, Standort – die Daten werden teilweise für viel Geld verkauft. Im schlimmsten Fall versteckt sich hinter solchen Kettenbriefen Viren / Trojaner, die sich in euer System einnisten und euch ausspionieren oder eure Daten beschädigen.

Hier sind ein paar Tipps zum Umgang mit Kettenbriefen:

1. Bei der Aufforderung „Bitte an X Leute weiterleiten“ Nachricht sofort löschen!

2. Kettenbriefe – egal ob per Whatsapp oder E-Mail- einfach löschen!

3. Auf keinen Fall Geld überweisen, auch wenn es noch so seriös oder ernst klingt!

4. Niemals persönliche Daten preisgeben!

5. Anhänge nie öffnen – sie können Viren enthalten!

6. Bekommst du einen Kettenbrief von einem Freund oder einer Freundin, dann kläre sie / ihn auf und bitte darum, in Zukunft keine derartigen Dinge mehr an dich zu verschicken.

Falls der Kettenbrief von einer fremden Nummer / einem fremden Absender kommt, lösche zuerst den Brief bzw. die Nachricht und danach den Kontakt! Manche Absender geben vor, offizielle Vertreter z. B. von einer Bank, einem Messaging-Dienst oder eines Gerichts zu sein. Ignoriert und löscht diese Nachrichten sofort und reagiert niemals darauf, auch wenn die Absender hartnäckig sind oder euch sogar drohen!

Kettenbriefe gibt es nicht erst seit gestern. Früher hat man auf Pergament oder Papier Texte geschrieben und sie per Post ausliefern lassen. Heute werden Kettenbriefe aber vor allem dazu genutzt, unbescholtene Internetnutzer auszutricksen und sie somit um ihr Geld oder um ihre Daten zu bringen. Manchmal geht es den „Machern“ von Kettenbriefen auch einfach nur darum, andere Menschen absichtlich zu verängstigen. Das ging so weit, dass sich jemand einen Spaß daraus machte, Grundschüler mit Mord zu bedrohen:

http://www.stern.de/action/7097106/videoembed?video=7061102

Zusammenfassend kann man also sagen: Kettenbriefe sind nicht immer gefährlich, können aber gefährlich werden. Ignoriert sie und löscht Nachricht samt Absender!

Müll im Meer- eine Gefährdung für die Umwelt

Ungefähr 6,4 Millionen Tonnen Müll landen jährlich im Meer. Das ist eine Fläche so groß wie Mitteleuropa und sie wächst ständig!

muell_2

So sieht es mittlerweile an vielen einst so schönen Stränden unserer Meere aus: Müll – so weit das Auge reicht

Der Müll in unseren Meeren besteht aus Feuerzeugen, Zahnbürsten, PET-Flaschen und Ähnlichem. All das besteht hauptsächlich aus Plastik. Leider werden die Plastikteilchen von Tieren viel zu oft mit Nahrung verwechselt. Seevögel ersticken oder erleiden tödliche Verstopfungen. Der Magen von toten Eissturmvögeln ist mittlerweile sogar ein anerkannter Nachweis für die Verschmutzung unserer Meere. Denn diese Vogelart ist ein Hochseevogel, das heißt, er ist überwiegend ans Meer gebunden, und auch seine Nahrung stammt aus dem Meer. Bei Untersuchungen fanden Wissenschaftler in rund 93 Prozent der gefundenen, toten Eissturmvögel Plastikteile.

Aber nicht nur für Vögel kann der Müll in den Meeren gefährlich sein. Auch für Quallen, Wale, Fische, Schildkröten und viele andere Meerestiere ist er lebensgefährlich. So frisst die Lederschildkröte, die größte lebende Schildkröte, fast ausschließlich Quallen. Immer öfter verwechselt sie jedoch Plastiktüten, die auf dem Meer treiben mit ihrer Hauptnahrung, der Qualle. Und auch Quallen, die in ihren Mägen Plastik enthalten, sind für die Schildkröte tödlich. Vor einigen Jahren fand man in Schottland sogar einen toten Zwergwal, der gestrandet war. In seinem Magen befanden sich über 800 kg Plastik.

muell_4

Viele Tiere, auch Vögel, verenden in einem Gewirr aus Plastikabfall

Ein großes Problem ist auch das sog. Mikroplastik:

Aus dem ganzen Müll im Meer entwickeln sich von Zeit zu Zeit sogenannte Müllstrudel, die von kreisförmigen Stömungen aufgenommen und herumgewirbelt werden. Der wohl bekannteste Müllstrudel ist der sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“, der im Nordpazifik seit Jahrzenten im Meer umherwirbelt.

Gegen das Problem mit dem Müll in unseren Meeren muss dringend etwas unternommen werden. Weltweit gibt es viele Organisationen, die sich gegen Müll im Meer einsetzten, dennoch ist es bisher noch nicht gelungen, das Problem zu in den Griff zu bekommen. Denn um es ganz zu lösen, bräuchte man alle. : die Industrie, die Wirtschaft, die Bürger und am allermeisten die Politik. Es braucht globale Anstrengung, um unsere Meere wieder zu reinigen.

Um unserer Umwelt zu helfen, kann jeder etwas tun! Und zwar so viel Plastik wie möglich vermeiden!

muell_3

muell_1

In der folgenden Doku erfahrt ihr noch mehr über den Müll in unseren Meeren und könnt euch somit selbst ein Bild machen:

Es geht um die Wurst: Politikwettbewerb in den 10. Klassen

news_2

Seit 1971 organisiert die Bundeszentrale für politische Bildung, kurz bpb, den Schülerwettbewerb zur politischen Bildung. Die bpb stellt für jede Alterstufe jeweils verschiedene Themen, von denen eines von den Schülern selbst gewählt wird. Die ganze Klasse erstellt dann zum gewählten Thema einen Beitrag und reicht diesen innerhalb der Abgabefrist ein. Den Beitrag kann man in verschiedener Form erstellen: von einer bebilderten Informationsbroschüre, Fotogeschichten, illustrierten Dokumentationen über Radio-Features ist alles möglich.

Die Klasse 10d entschied sich für das Thema „Es geht um die Wurst“. Dabei sollte es um Chancen und Risiken von Fleischkonsum gehen – nicht zuletzt wurde auch die Fleischindustrie in Deutschland kritisch unter die Lupe genommen! Die Klasse hat nicht nur verschiedene Experten befragt, sondern auch euch; ca. 200 Schüler des Gymnasiums haben einen Fragebogen ausgefüllt – vielen Dank für eure Unterstützung!

Die Auswertung und viele weitere Informationen findet ihr in unserem Wettbewerbsbeitrag, einer Broschüre.

Die einzelnen Seiten sind in der richtigen Reihenfolge (von links nach rechts). Zum Vergrößern einfach auf das jeweilige Bild klicken:

wettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_1wettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_2xwettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_3wettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_4wettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_5wettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_6wettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_7wettbewerbsbeitrag_gymnasium_seligenthal_esgehtumdiewurst_10d_seite_8

Japan: das Land, das Walsushi macht

Japan jagt auch heute trotz internationaler Verbote noch Wale, meist von Schiffen aus. Das Ziel des Walfangs war in früheren Zeiten meistens der Tran – zur Brennstoffgewinnung und als Grundstoff industrieller Produktion. Erst im späten 20. Jahrhundert etablierte sich Walfleisch als Nahrungsmittel.

sushi

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden große Wale immer seltener. Wale gelten wegen ihres großen Gehirs und ihres komplexen Sozialverhaltens als besonders intelligente Tiere.

Zum Schutz der Wale gibt es viele Organisationen, z. B. die Umweltorganisation Greenpeace, oder Sea Shepherd, die schon über 750 Wale vor den Harpunen japanischer Walfangflotten gerettet hat.

Am Dienstag, dem 6. Januar 2015, gab das Institut für Walforschung (ICR) bekannt, dass am 8. Januar eine Walfangflotte Japan verlassen würde, um „NICHT-TÖDLICHE“ Forschungsarbeiten an der Antarktischen Walpopulation durchzuführen.

Insgesamt gehört meiner Meinung nach der Walfang, egal zu welchen Zwecken, verboten!

Strom: gefährlich und nützlich zugleich

Das mit dem Strom ist so eine Sache.

Wenn nur eine geringe Menge Strom fließt, ist er ungefährlich. Es gibt aber auch Stellen mit Hochspannung, die (hoffentlich) mit einem Zeichen versehen sind. Das Zeichen sieht aus wie ein gelbes Dreieck mit einem schwarzen Rand, auf dem in der Mitte ein schwarzer Blitz zu sehen ist. An diesen Orten sollte man vorsichtig sein, dort herrscht nämlich Lebensgefahrt!

high-voltage-1010600_960_720

Strom hat aber nicht nur eine gefährliche, sondern auch eine nützliche Seite. Dank Strom können Straßenbahnen fahren, Handys funktionieren. Überall, auch in unseren Häusern und Wohnungen, wird er benötigt.

Inzwischen gehört er schon lange zu unserem Alltag. Und wer weiß, vielleicht gibt es dank des Stroms eines Tages fliegende Autos. Wir wissen es (noch) nicht!

Strom wird überwiegend durch Kern- und Wasserkraft erzeugt. Allerdings ist die Kernenergie nicht nur gefährlich, sondern auch wie die Stromerzeugung durch Wasserkraft belastend für die Umwelt. Aus diesem Grund werden immer mehr Forderungen nach erneuerbaren Energien laut, die auch schon von der Politik gefördert und beschlossen wurden. Jeder kennt z. B. die Stromerzeugung durch Solarenergie, also der Energie, die uns die Sonne liefert:

solar

Soralpanels auf einem Feld: hier wird Strom dank Sonnenstrahlung gewonnen

In der folgenden Doku der „Sendung mit der Maus“ erfahrt ihr noch mehr darüber, was Strom überhaupt ist:

 

Faszination Regenwald – Aber wie lange noch?

Der Regenwald auf unserem Planeten bedeckt insgesamt eine Fläche von ca. 18 Millionen Quadratkilometern. Zum Vergleich: Deutschland besitzt eine Fläche von ca. 357 Tausend Quadratkilometern.

rain

Luftaufnahme des Amazonas-Regenwaldes

Der Regenwald weist eine gewaltige Anzahl an Tier- und Pflanzenarten auf. Der größte Regenwald befindet sich in Südamerika, der sogenannte Amazonas-Regenwald. Zudem gibt es noch weitere große Regenwaldgebiete im Kongo-Becken und in Südostasien.

amazonas

Boot auf dem Amazo

Doch diese Faszination wird durch den Menschen bedroht. Obwohl mittlerweile nicht mehr ganz so viel Regenwald abgeholzt wird wie noch vor 10 Jahren, ist die Zahl der Fläche, die pro Jahr gerodet wird, immer noch zu hoch. Denn jedes Jahr werden ungefähr 60.000 Quadratkilometer Regenwald zerstört. Das macht durchschnittlich 35 Fußballfelder in 2 Minuten. Obwohl der Regenwald auch jetzt noch sehr groß ist, wird bald nichts mehr von ihm übrig sein. Das ist vor allem deshalb so schlimm, weil es noch viele unentdeckte Tier- und Pflanzenarten gibt, die irgendwann unwiderruflich verloren sein werden. Der Regenwald ist für den Menschen übrigens auch von weiterem großen Nutzen: er speichert große Mengen an Co², auch reguliert er den Wasserkreislauf und das Klima. Somit schadet sich der Mensch am Ende selbst, wenn er den Regenwald vernichtet.

brazil

Brasilianische Indios (Ureinwohner) bei einer Zeremonie im Regenwald – ihrer Heimat

koboldmaki

Ein Koboldmaki auf einem Ast: noch ist seine Welt (zumindest hier) in Ordnung – aber wie lange noch?

Warum wird der Regenwald überhaupt abgeholzt?

Für die Industrie ist der Regenwald eine Goldgrube, da er viele Stoffe in großen Mengen besitzt. Aus dem Regenwald werden Tropenholz, Holz für die Papierherstellung, Palmöl, Aluminium und Biodiesel gewonnen. Auch wird viel gefällt, um Platz für Weideflächen und Sojaplantagen zu erhalten.

Ihr könnt dazu beitragen, diesen riesigen, vielseitigen Lebensraum selbst zu schützen. Esst beispielsweise kein Fleisch aus Regenwaldregionen. Es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten, wie ihr dazu beitragen könnt, dieses Kleinod der Natur zu erhalten, z. B. durch Spenden an Organisationen, die sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzen. Aufhalten kann man die derzeitige Entwicklung allerdings dadurch wohl nicht, da das Abholzen der tropischen Wälder ein lukratives Geschäft ist. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass dieses großartige Gebiet, in dem so viele verschiedene Lebewesen existieren, nicht in ein paar Jahren schon verschwunden sein wird.

In den folgenden Dokus erhaltet ihr weitere Informationen und faszinierende Einblicke:

Droge Smartphones: wie abhängig sind wir?

Das Smartphone ist allgegenwärtig: am Esstisch, im Bus, im Freundeskreis, im Bett – sogar auf der Toilette?

smart

Wie lange und wie oft du zu deinem Smartphone greifst, kannst du leicht selbst herausfinden. Notiere dir über einen bestimmten Zeitraum (z. B. eine Woche),

  • wann (Uhrzeit)
  • wie lange (Dauer)
  • wofür (Apps / Inhalte)

du dein Smartphone nutzt.

Die folgende Doku des Bayerischen Rundfunks setzt sich mit dem Thema Handy und Suchtgefahr genauer auseinander und liefert bemerkenswerte (und teilweise erschreckende) Fakten:

Die Katastrophe von Tschernobyl jährt sich zum 30. Mal

Vorletzten Dienstag, am 26. April, jährte sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal. Nun werde ich den Verlauf, die Gründe und die leider zahlreichen schlimmen Folgen des Atomunfalls erklären.

pripyat-1366156_960_720

Vermeintlich weit weg und doch so gefährlich nah: das Atomkraftwerk Tschernobyl

Verlauf und Gründe

26.04.1986, 1:22 Uhr:  Im Block 4 des Reaktors im Atomkraftwerk Tschernobyl, welches in der Ukraine an der Grenze zu Russland liegt, haben die Ingenieure einen riskanten Test vor: sie wollen prüfen, wie der Reaktor bei einem Stromausfall reagiert. Deshalb wollen sie, trotz Einwände einiger Kollegen, den Strom ausschalten.

30 Sekunden später: Schon als die Ingenieure den Versuch vorbereiten, stellen sich Komplikationen heraus: die Leistung des Reaktors sinkt auf etwa unter ein Prozent, obwohl vorhergesehen war, den Reaktor auf etwa 25 Prozent seiner Leistung herunterzufahren. Außerdem ertönt ein Klopfen aus dem Reaktor, was bei einigen Beteiligten noch mehr Unsicherheit auslöst. Doch weder das eine noch das andere stimmt den leitenden Ingenieur um, da „der Test nur ein bis zwei Minuten dauern wird“. Eine sehr leichtsinnige Entscheidung und rückblickend betrachtend der Auslöser einer riesigen Katastrophe.

26.04.1986, 1:23 Uhr: Der Test wird gestartet. Der Strom wird abgeschaltet und das Wasser im Reaktor verringert. Schon nach  wenigen Sekunden eskaliert die Situation: das verbliebene Wasser im Reaktor fängt an zu brodeln und die Leistung des Reaktors steigt erheblich. Der Schichtleiter versucht eine Notabschaltung, doch ohne Erfolg. Die Leistung erhöht sich weiter. Der Druck im Reaktor ist so hoch, dass er die Brennstäbe verbiegt und sie nicht mehr in die Einschublöcher passen, was die rettende Lösung wäre. Es ist zu spät. Einige Augenblicke später erschüttert eine gewaltige Explosion den Reaktor, bei der radioaktives Material in die Atmosphäre geschleudert wird. Das Feuer in Block 4 greift auf das Dach von Block 3 über. Wenige Sekunden nach der ersten Explosion folgt eine zweite. Der Qualm dieser Explosion trägt wieder Unmengen von radioaktiven Material in die Atmosphäre.

Die Folgen

Das Gebäude:  Feuerwehrleute beginnen Wasser in den Reaktorkern zu pumpen. Als das nichts hilft, werden mithilfe von Militärhubschraubern 5000 Tonnen löschendes Material wie Blei, Bor, Sand und Lehm in das Feuer geschüttet. Zusätzlich schicken die Verantwortlichen ca. 600.000 – 800.000 Arbeiter, die herausgeschleuderte radioaktive Brocken mit Schaufeln wieder in den Krater werfen sollen, hinein, da Roboter bei dieser enormen Strahlung bald nicht mehr funktionieren. Diese Arbeiter, sogenannte Liquidatoren („Beseitiger“), werden jedoch über die enorme Strahlung und die daraus folgende Lebensgefahr nicht informiert, was ich in Hinblick auf diese lebensbedrohliche Situation nicht zumutbar finde. Denn dadurch sind sich die jungen Männer dem Ernst der Lage nicht bewusst, bleiben länger als die als Schutzmaßnae hervorgesehene Zeit, nämlich 45 Sekunden, im Einsatz und legen die ohnehin mangelhafte Schutzkleidung nieder, weil es zu heiß ist – mit der Folge, dass sie einer 300.000 Mal größeren Strahlung ausgesetzt werden, als es bei uns in Deutschland als Jahresdosis gesundheitlich unbedenklich eingestuft wird. Später wurde mit ferngesteuerten Kränen ein Sarkophag aus Stahlbeton um den Reaktor gebaut. Dieser ist allerdings mittlerweile marode und es bedarf einer neuen Konstruktion, die schon in Bau ist.

Die betroffenen Menschen: In Hinblick auf die Gesundheit der Menschen ist wohl der größte Fehler, dass die Verantwortlichen die betroffene Bevölkerung erst anderthalb Tage nach dem Unfall über die Katstrophe informieren. Erst dann werden die Gegend um Tschernobyl evakuiert und die Menschen mit Bussen weggebracht. Insgesamt werden so 300.000 Menschen umgesiedelt, darunter auch Bürger der jetzigen Geisterstadt Prypjat.

pripyat-1374515_960_720

pripyat-1062274_960_720

chernobyl-1806064_960_720

pripyat-1366158_960_720

Auch außerhalb des 30. Kilometerradius wird im 1990 eine gleich hohe Strahlung wie im direkten Umkreis des Reaktors gemessen. Doch die Menschen, die in diesem Umfeld wohnen, leben sogar ganze fünf Jahre ahnungslos in dem Strahlungsumfeld. Außerdem zieht bei dem Unfall „die Wolke“ (radioaktiv!) bis nach Mitteleuropa, weshalb die Kinder, die damals geboren worden sind oder sich im Freien aufgehalten haben – in der Nähe des Reaktions natürlich ungleich größer – einem verstärkten Krebsrisiko ausgesetzt sind. Über die Zahl der Toten wird noch heute gestritten (Experten gehen davon aus, dass mittlerweile über 30.000 wissenschaftliche Beiträge über die Folgen von Tschernobyl existieren); sie wird zwischen 60.000 und 1.440.000 geschätzt. Überlebende

Abschließend kann man sagen, dass die Folgen dieses Atomunglücks viel größer sind als der kleine, leichtsinnige aber doch fatale Fehler, den die Ingenieure damals, vor 30 Jahren, begangen haben. Deshalb sollte sich die ganze Welt einmal überlegen, ob die Atomkraft vielleicht doch nicht für den Menschen gemacht ist und ob wir lieber ein bisschen mehr für ökologischen Strom bezahlen wollen, anstatt zu riskieren, dass vielleicht nur durch einen einzigen Fehler im Umgang mit der Atomkraft das Leben von Millionen oder sogar das eigene in Gefahr gerät.

Fairtradeschool – Was ist das ?

Wie ihr sicher alle wisst, ist unser Gymnasium eine sog. Fairtradeschool:

banana-342677_960_720

Damit sich eine Schule Fairtradeschool nennen darf, muss sie fünf Kriterien erfüllen. Diese sind auf der Fairtrade-Internetseite wie folgt angegeben:

Kriterium 1
Gründung eines Fairtrade-Schulteams bestehend aus Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen, Schülern, Eltern sowie weiteren Interessierten.

Kriterium 2
Erstellen eines Fairtrade-Kompasses, der vom Rektor/der Rektorin unterzeichnet werden muss.

Kriterium 3
Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule.

Kriterium 4
In mindestens zwei Klassenstufen muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern der Faire Handel im Unterricht behandelt werden.

Kriterium 5
Mindestens einmal im Schuljahr muss es eine Schulaktion zum Thema Fairtrade geben.

Sind diese Kriterien erfüllt, darf sich die Schule Fairtrade-Schule nennen.
Diese Kampagne soll den Teilnehmern für eine lange Zeit positive Eindrücke vermittelen.

Diese Auszeichnung soll also das Konzept Fairtrade an das Leben von Schülern und Schülerinnen heranbringen und sie positiv prägen, damit sie verantwortlich mit den Ressourcen unseres Planeten umgehen lernen und ein Gespür dafür entwickeln können.

Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Sylvia Löhrmann, der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.