Überall glitzert es, funkelnde Geschäfte laden uns ein – zu kaufen! Dabei ist Weihnachten selbst ein Geschenk. Der nachfolgende Film über die Weihnachtsgeschichte erinnert uns wieder daran:
Winter im Bayerischen Wald
Musikstück der Woche
Frag doch einfach Google: die Technik hinter der (einfachen) Suche
Jeder kennt die Situation: Wenn man heutzutage etwas nicht weiß, kommt natürlich keiner auf die Idee, in die Stadt zu fahren und in der Bibliothek nachzuschauen oder ein Sachbuch von daheim in die Hand zu nehmen. Auch wenn man vergessen hast, was „verrückt“ im Englischen heißt, wird man wahrscheinlich eher schnell zum Handy greifen als ein Wörterbuch in die Hand nehmen. Wenn man gerne wüsste, wie das Spiel „Deutschland“ gegen „Frankreich“ ausgegangen ist, rennst man nicht schnell zum Kiosk, um sich eine Zeitschrift zu besorgen oder ruft einen Freund an und fragt nach dem Ergebnis.
Nein…, man „googelt“ einfach und schnell nach dem gewünschten Ergebnis! Und in weniger als einer Sekunde kennt man es. Doch wem bzw. was hat man das eigentlich zu verdanken? Und wie funktioniert das Ganze überhaupt?
Zu aller Anfang wollen wir erst einmal die Frage klären, wer Google überhaupt erfunden und gegründet hat. Google wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin in Kalifornien gegründet. Erfunden wurde die Suchmaschine jedoch schon 1996, ebenfalls von Larry Page und Sergey Brin. Damals hieß es noch BackRub, doch seit dem 15. September 1997 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google bekannt.
Google ist irgendwie ein seltsamer Name oder? Wer sich den wohl ausgedacht hat? Ob ihr es glaubt oder nicht: es wahr ein neunjähriger Junge! Der Kleine hieß Milton und war der Neffe von Edward Kasner, einem US-Mathematiker. Milton hat aber nicht direkt den Namen „Google“ erfunden. Sein Onkel Edward hatte ihn dazu aufgefordert ein Wort für eine Eins mit hundert Nullen zu finden. Der Junge entschied sich für Googol. Davon stammt der uns heute bekannte Begriff Google.
Mit Google kann man ja nach allem, wirklich allem suchen. Wenn du jemanden in Deutschland fragst, ob er Google kennt, wird er sehr wahrscheinlich ja sagen. Doch wie sieht das in anderen Ländern aus? Auf jeden Fall müssen die Kalifonier die Suchmaschine kennen, denn in ihrem Land liegt ja der Ursprung. Tatsächlich ist Google auf der ganzen Welt verbreitet, in manchen Ländern mehr, in manchen weniger.
Aber wie funktioniert Google überhaupt? Das Ziel von Google ist eigentlich, alle Nutzer zufriedenzustellen. Man soll also nicht stundenlang nach etwas suchen müssen, sondern am besten gleich bei den ersten Malen etwas Brauchbares finden. Damit das aber auch wirklich klappt, muss ja jemand oder etwas die ganzen Angebote unter die Lupe nehmen, um zu überprüfen, ob der Inhalt auch dem Gesuchten entspricht. Da dieser Job viel zu anspruchsvoll für uns Menschen wäre, übernehmen das sog. Googlebots, auch Crawler oder Spider genannt, die – als Art Software programmiert – durch das Netz surfen und permanent Seiten durchleuchten. Vor ein paar Jahren waren das täglich mehrere Milliarden Websites. Also könnt ihr bei einer Googlesuche nur das sehen, was von den Googlebots davor überprüft / erfasst, auch indexiert genannt, wurde. Ganz oben links auf der Such-Website könnt ihr dann auch sehen, wie viele Texte zu dem gesuchten Thema indexiert wurden.
Doch das ist noch längst nicht alles. Nachdem die Bots ihre Arbeit getan haben, müssen die Websites natürlich nach ihrer Relevanz, also ihrer Wichtigkeit, überprüft werden. Denn wenn wir zum Beispiel etwas suchen, wollen wir, dass die Seite, die uns dazu am meisten Informationen bietet, ganz oben steht. Der Prozess der „Relevanz-Überprüfung“ wird Ranking genannt. Dabei kommt der berühmte, teilweise auch gefürchtete Google-Algorithmus ins Spiel. Darunter kann man zunächst einfach die Sammlung aller Kriterien verstehen, die einen Text – bezogen auf ein Keyword (Suchwort) – für Google zu relevantem Content (Inhalt) machen. Wichtig ist, dass das Keyword sehr oft ihm Text vorhanden ist, vor allem am Anfang, in der Mitte und am Schluss. Ebenfalls wichtig ist, dass das Wort auf der Seite verlinkt ist. Zu guter Letzt sollte das Keywort am besten in der Überschrift oder dem ersten Satz vorhanden sein. Falls all diese Kriterien erfüllt werden, kann es gut sein, dass die Websites als eine der ersten erscheint. Google arbeitet fortwährend an der Verbesserung der Kriterien, deshalb wird die Website, die aufgrund des zugrundeliegenden Algorithmus` an oberster Stelle auftaucht, oft nochmals genau überprüft. Das muss jedoch nicht heißen, das die Websites auf den zweiten und dritten Plätzen keine brauchbaren inhaltlichen Treffer liefern.
In der folgenden Doku erfahrt ihr noch mehr über die Suchmaschine:
Musikstück der Woche
Interview mit Autorin Annabell Keilhauer
Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon immer davon geträumt hat, in einer anderen Welt zu erscheinen, in der alles möglich ist, wo nicht nur Menschen sprechen können, sondern auch andere Lebewesen, wo man fliegen kann oder selbst gefährliche und spannende Abenteuer erlebt. Diese Welt(en) hat jeder daheim, man muss nur zum Bücherregal gehen, hineingreifen und ein Buch öffnen!
Am Montag war ich bei einer „Schöpferin“ einer solchen anderen Welt. Sie heißt Annabell Keilhauer und ist hauptberuflich Dekanatsjugendreferentin der evangelischen Kirche. Annabell schreibt Kinder- und Jugendbücher. Schreiben ist ihr Hobby, sie spielt aber auch gerne Gitarre. Bis jetzt hat sie zwei Bücher veröffentlicht:
- Turnen mit dem Papst
- Feenrache
„Turnen mit dem Papst“ handelt von einem Mann, der insgeheim einer dunklen Beschäftigung nachgeht: er tauscht unechte Eisfiguren gegen echte und verkauft sie.
In dem zweiten Buch geht es um zwei Mädchen, das erste heißt Kasandra. Kasandra weiß sich in der Wildnis zu behaupten und schert sich nicht um Stilfragen. Mariola, das zweite Mädchen entgegen hat Sinn für Mode und Shopping. Erstaunlicherweise sind sie beste Freundinnen. Auf einmal geraten sie in eine Regenbogenwelt, in der Zwergen, Feen und Elfen wohnen.
Annabell Keilhauer arbeitet gerade an einer Kinderbuchreihe: „Simonde, der Hexenmeister“. In diesen Buch geht es um einen Jungen, der ein Zauberer ist. Seine Mutter ist eine Hexe und sie will, dass ihr Sohn in die Hexenschule geht, während dies der ausdrückliche Wunsch des Jungen ist. Simondes Mutter gerät allerdings in einen Unfall und vergisst teilweise, wie man zaubert. Jetzt ist Simonde gefragt…
Annabell fasziniert am Schreiben, dass man sich die Welt(en) ausdenken kann und dabei auch die Grenzen selbst festlegt. Sie schreibt meist morgens, weil sie da die Inspiration am besten spüren kann. Annabell hat einen Mann und einen elfjährigen Sohn.
Ich hoffe, dass sich vielleicht ein paar von euch von Annabells Hobby inspirieren lassen (konnten), um für sich selbst und andere eine neue Welt zu entdecken:
Spickzettelmuseum
Laut Statistik schreibt in Deutschland jeder fünfte Schüler Spickzettel – in Prüfungen der Sekundarstufe spicken gar bis zu 60 Prozent aller Schüler. Spicken ist so allgegenwärtig, dass man dieser „Tätigkeit“ ein Museum gewidmet hat.
Die Wanderausstellung „Beim Spicken bloß nicht erwischen lassen“ zeigt uns im Rahmen einer Wanderausstellung eine Vielfalt von simplen bis hin zu raffinierten Spickzetteln jeder Art. Entwickelt wurde die Schau vom Schulmuseum Nürnberg, das mit rund 1500 Spickzetteln aus 15 Ländern auf einen immensen Fundus aus über hundert Jahren Spick-Schulgeschichte zurückgreifen kann.
Während in Deutschland das Spicken verpönt sei, gelte es in anderen Teilen der Welt wie zum Beispiel in Russland als völlig normal – dort trage man die Spickzettel reihenweise zusammengerollt mit sich am Körper, was dann wie ein Patronengurt aussehen würde, erklärt der Ausstellungskurator Mathias Rösch. Die Sammlung bietet auch Exponate aus den Vereinigten Staaten und Jordanien.
Neben den klassischen Spickern aus Papier sind im Museum auch sehr viel kompliziertere Varianten zu sehen:
- Eine Armbanduhr etwa, die der 17 Jahre alte Günter Reuchlein 1956 komplett entkernte, um dann eine Rolle einzubauen, um die er je nach Bedarf bis zu 80 Zentimeter lange Textbänder spulte.
- Auch ein Riegel Schokolade, in den ein Schüler Formeln eingeritzt hatte.
- Oder die Spickzettel einer Medizinstudentin aus Padua: In einer Vitrine ausgestellt ist eine Pappschachtel, datiert auf 1947, in der sich eine Textrolle neben der anderen hochkant drängt, zu erkennen. Jeder der in dier Pappschachtel enthaltenen 32 Spicker trägt eine Zahl. Der Ausstellungskurator vermutet hinter dem großen Aufwand, dass der Spicker nicht nur einmal benutzt wurde, sondern die Studentin mit ihm gehandelt hat.
- In China herrscht bekanntlich großer Leistungsdruck. Aus diesem Land ist ein Exemplar einer Zweitklässlerin zu sehen. Sie benutzte für ein Diktat ein schachbrettartig konstruierten Spickzettel. Das Mädchen klemmte ihn zwischen ihre Knie und die Schulbank.
Nicht jeder Spickzettel gelingt beim ersten Mal. Wieso dann nicht einfach lernen und sich die Zeit sparen?
Das Glanzstück der Sammlung: Fußballspicker!
Zu sehen ist eine Reproduktion des berühmten Stutzen-Zettels, mit dem Nationaltorwart Jens Lehmann bei der WM 2006 beim Elfmeterschießen die Argentinier verwirrte (er steckte sich den Spickzettel in seine Stutzen). Auf diesem Spickzettel waren allerdings logischerweise keine Formeln oder andere Lerninhalte, sonderen alle Gewohnheiten der argentinischen Schützen beim Elfmeterschießen notiert. Das Original liegt im Haus der Geschichte in Bonn. Für eine Million Euro hat es ein Unternehmen ersteigert und dem Museum zur Verfügung gestellt.
Video der Woche
InSight Marslander – den Mars neu entdecken!
Am 26.11.2018 landete der „Marslander InSight“ (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) erfolgreich in der Marsregion „Elysium Planitia“. Seine Mission ist es, den inneren Aufbau des Mars zu untersuchen. Die Kosten betragen rund 425 Millionen US-Dollar!
Der Marslander ist mit folgenden drei Messgeräten ausgestattet:
- einem Seismometer (misst bis auf einen Nanometer genau Beben im inneren des Planeten)
- einem sog. Maulwurf (ein Bohrer, der eine Wärmeflusssonde in fünf Metern Tiefe versenkt)
- einem Temperatur/Wind Sensor
15 Minuten vor der Landung:
Das Landemanöver kann nicht von der Zentrale aus gesteuert werden, da das Funksignal ca. 15 Minuten von der Erde zum Mars und wieder zurück braucht. Somit muss der Computer den letzten und entscheidenden Schritt alleine durchführen.
Die verschiedenen Schritte in genauer Reihenfolge:
- Marschstufe mit beiden Solarzellen wird abgeworfen
- Der Hitzeschild wird in Flugrichtung ausgerichtet
- Eintritt in die Marsatmosphäre im 12°-Winkel
- Der Bremsfallschirm wird geöffnet
- Der Hitzeschild wird vom restlichen Teil abgetrennt
- Die Landebeine werden ausgefahren
- Das Radar wird aktiviert und erfasst den Boden
- Der Lander wird abgetrennt
- Die Landetriebwerke werden gezündet
- InSight ist gelandet
Anschließend dauert es noch mehrere Monate, bis er anfangen kann zu messen.
Auf folgender Website findet ihr diverse Daten über den Aufbau, Infos der Mission und eine 360°-Ansicht des InSight-Marslanders. https://mars.nasa.gov/insight/
Hier findet ihr noch eine Animation der Landung:








