Bitterschokolade schmeckt – und bedeutet häufig Kinderarbeit auf Kakaoplantagen!

Schokolade, Zartbitter, Kaffee

 

 

 

 

 

 

Nach Angaben von UNICEF arbeiten heute 190,7 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren, die meisten davon in der Landwirtschaft, in kleinen Werkstätten, als Arbeiter in Steinbrüchen, als Straßenverkäufer oder Dienstmädchen. Im Vergleich zu den Einwohnern in Deutschland (~ 83 Mil.) sind das alleine rund 110 Millionen Menschen mehr.

Vor allem auf Kakaoplantagen ist Kinderarbeit sehr präsent. Über eine Million Kinder arbeiten an der Elfenbeinküste Afrikas zur Erntezeit unter harten Bedingungen, darunter etwa 250.000 so, dass nationale Kinderschutzgesetze und die Standards der International Labour Organization verletzt werden. Sie sind dort Pestiziden, Insektenstichen und Schlangenbissen ausgesetzt und verletzen sich auch oft mit ihrem gefährlichen Werkzeug. Ein Teil von ihnen muss auf die Chance auf Bildung oder einen Beruf verzichten, obwohl etwa 90 % von ihnen an einer Schule angemeldet sind und diese theoretisch auch besuchen könnten.

Kinderarbeit ist gerade in ärmeren Ländern der Erde an der Tagesordnung.

Die Kinder werden mit dem verheißungsvollen Angebot, ein besseres Leben zu bekommen, auf die Plantagen gelockt. Sie wollen lediglich zum Familieneinkommen beitragen, auch das Leben ihrer Eltern lebenswert machen und werden dann doch nur als billige Arbeitskraft ausgenutzt.

Bericht eines 16-jährigen Jungen aus Mali

„Wir schliefen auf dem Boden einer Hütte aus Schlamm und Stroh. Wir durften sie nur zur Arbeit in den Feldern verlassen. Die Arbeitszeiten waren sehr hart, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, und manchmal, wenn Vollmond war, sogar bis zehn Uhr abends. Uns wurde Lohn versprochen, aber sie sagten, dass wir erst die Kosten der Reise zurückzahlen müssten. Ich habe mich dort zwei Jahre lang abgerackert, ohne jemals Geld zu bekommen. Kinder, die sich weigerten zu arbeiten, wurden mit dem Motorgurt des Traktors geschlagen oder mit Zigaretten verbrannt. Wir bekamen kaum etwas zu essen: mittags zwei Bananen, die wir aßen, ohne die Arbeit zu unterbrechen, und eine Maismehlsuppe am Abend. Einige Kinder sind vor Erschöpfung zusammengebrochen. Diejenigen, die krank wurden, wurden fortgeschafft. Wir haben sie nie wieder gesehen.

http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkte/landwirtschaft/kakao/#footnote_4_3041

Vielen Kindern ergeht es genau so wie diesem Jungen aus Mali. Nicht selten leiden sie unter psychischen Störungen, weil sie geschlagen und misshandelt werden, an Hunger darben, oder manchmal sogar verschleppt werden und dann für immer verschollen bleiben.

Auch der moderne Sklavenhandel soll in Westafrika präsent sein. Auf Kindermärkten können Bauern Arbeitskräfte aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso kaufen. UNICEF spricht von etwa 12.000 betroffenen Kindern, andere Quellen geben aber deutlich höhere Zahlen an.

Aber warum ist Kinderarbeit gerade an der Elfenbeinküste so ein Problem?

Kakao war in den 70ern eine sehr gute Einkommensquelle für Bauern. Der Preis für eine Tonne Kakao lag 1980 bei 5000 Dollar. Im Jahr 2000 wiederrum nur bei 1200 Dollar. Als Folge daraus sind erwachsene Hilfsarbeiter aus Burkina Faso und Mali an die Küste gekommen, um Geld zu verdienen. Doch aufgrund des schlechten Einkommens der Bauern konnten sich diese die Arbeiter bald nicht mehr leisten. Sie mussten also entweder ihre Plantage aufgeben oder Kinder als billige Arbeitskraft einstellen. Viele fanden dies selbst unmoralisch, hatten aber keine andere Wahl.

Kinderarbeit einfach zu verbieten ist leider auch keine Lösung.

Wenn man die Kakaoplantagen bewachen lässt, werden die Kinder auf der nächsten Ananasplantage weiter beschäftigt. Um Kinderarbeit zu beenden, müsste man den Lohn ihrer Eltern und der Bauern eigentlich nur erhöhen. Aber wer kann sich das leisten?

In der letzten Zeit hat sich an der Situation zwar schon viel gebessert, Schulen werden gebaut, Bauern werden finanziell unterstützt, um faire Löhne an die Arbeiter zahlen zu können und große Firmen haben (zwar widerwillig) zugestimmt, die Kinderarbeit besser zu kontrollieren und einzudämmen, aber dennoch existiert die Kinderarbeit noch und jedes Kind auf einer Plantage ist eines zu viel.

Waise, Afrika, Afrikanische, Kind

Wie könnt ihr helfen?

Es wäre definitiv schon ein Anfang, statt der billigen Massenproduktions-Schokolade einfach mal zur Fairtrade-Variante zu greifen. (Achtung, bessere Qualität und höherer Preis bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Schokolade ohne Kinderarbeit produziert wurde!) Hier könnt ihr auch spenden, um das Leid der Kinder wenigstens etwas zu verringern.

Ich hoffe, dass dieser Artikel euch ein bisschen die Augen öffnen konnte, was und und vor allem wer wirklich hinter einer Tafel Schokolade „steckt“, und dass ihr in Zukunft bewusster Schokolade kauft. Ein paar Cent mehr können einiges ändern!

In der folgenden Doku erfahrt ihr mehr über die Kinderarbeit auf Kakaoplantagen:

Donald Duck: Kurzprofil einer liebevollen Comicfigur

Jeder kennt sie: die tollpatschige, lustige und liebenswerte Ente aus der Walt-Disney-Welt Donald Duck. Donald  wird meist als  Zeichentrickfigur dargestellt und wohnt mit seiner Familie im idyllischen Entenhausen. Er lebt sein Leben als Pechvogel und ist meistens pleite, wodurch er sich allerdings nicht unterkriegen lässt. Bei ihm wohnen seine drei Neffen Tick, Trick und Track. Außerdem hat er einen Onkel namens Dagobert Duck, seines Zeichens Milliardär.

Donalds erster eigener Kurzfilm erschien 1937, in der auch Daisy Duck das erste Mal auftrat. Ein Jahr darauf wurden Trick, Tick und Track (Neffen) eingeführt. Im Jahre 1967 wurde der erste Comic der Reihe, das Lustiges Taschenbuch, veröffentlicht.

Für gut erhaltene alte Comichefte geben Sammler heutzutage ein kleines Vermögen aus, teilweise mehrere hundert Euro.

*NEU* – Video der Woche – *NEU*

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Seitenleiste befindet sich oben rechts eine kleine Neuheit, nämlich: das „Video der Woche“. Was ihr jeweils zu sehen bekommt, wird vorher nicht verraten. Lasst euch einfach überraschen, es ist sicher für jeden etwas dabei!

Euer Team der Online-Schülerzeitung

Verbraucherschutz: wie schütze ich mich vor Viren, Hackern und anderen Betrügern?

Matrix, Computer, Hacker, Code, Digital

Jeder, der die Nachrichten dieses Jahres gehört hat, wird wahrscheinlich gemerkt haben, dass oft von Hackerangriffen oder Cyberattacken die Rede war. Aber wie erkennt man solche Hacker und wie schützt man sich und seine elektronischen Geräte davor?

  1. Regel: lade dir nicht sofort einen Viren- oder Spywarescanner runter, der nicht von einer gesicherterten Plattform wie z.B. ,,heise online“ stammt. Denn oft sind es die Schutzprogramme selbst, welche die „Viren“ auf dem Medium verbreiten! Deshalb gilt: nur von vertrauenswürdigen Websites herunterladen, welche die angebotenen Programme auf Viren oder Schadprogramme durchsuchen. Achte außerdem auf den Websitelink: viele Internetbrowser geben meistens an, ob eine Website gesichert oder ungesichert ist (gesichert wenn „https“ am Anfang steht. „http“ ist die ungesicherte Variante).
  2. Regel: lade dir immer das aktuellste Sicherheitsupdate vom Softwarebetreiber des Computers herunter (zum Beispiel von Microsoft oder Apple). Das kann man in den Einstellungen automatisieren (Anleitungen im Internet). Des Weiteren gilt: sog. Spam-E-Mails sollte man löschen (Werbung, Rabatte, Downloads) und NICHT anklicken. Denn häufig überträgt sich dann ein Virus über den Download der E-Mail.
  3. Regel: lasse keine unbekannten Speichermedien (CDs, USB-Sticks etc.) an den Computer. Diese können manchmal selbstständig den Computer hacken und ferngesteuert werden und dem Hacker sogar die Kontrolle über deinen Computer geben.

Mit diesen einfachen Schritten kann man seine elektronischen Geräte „virensauber“ halten und vor Angriffen aus dem Netz schützen.

Ötzi, der Mann aus dem Eis

Es ist nun schon 23 Jahre her, als er gefunden wurde: Ötzi, eine Gletschermumie aus den Ötztaler Alpen. Damals entdeckte ihn ein Ehepaar aus Nürnberg auf einer einen Wandertour in einer Felsspalte. Zunächst vermutete man keinen sensationellen Fund, da man die Mumie erst für einen verunglückten Bergsteiger hielt. Nach genaueren Nachforschungen aber konnte man einige interessante Entdeckungen machen. Eine davon: die Mumie ist mehrere tausend Jahre alt!

Ötztaler Alpen, Ötztal, Berge, Schnee

Ötzis Geschichte spielte sich, wie schon gesagt, in einem der Hochgebirge an den heutigen Grenzen der Länder Österreich und Italien ab – und zwar vor über 5000 Jahren.

Ötzi, damals etwa Mitte 40, war wohl wenige Tage vor seinem Tod in einen Kampf verwickelt gewesen, da an seiner rechten Hand eine tiefe Wunde klaffte. Wahrscheinlich, und um einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Kontrahenten zu entgegen, zog er sich in die Berge zurück. Ötzi hatte schon das heute bekannte Bergmassiv Tisenjoch erreicht, als er eine Verschnaufpause einlegen wollte. Plötzlich wurde er von einem Pfeil in die linke Schulter getroffen. Der Pfeil durchbohrte seine Schlagader, Ötzi verlor das Gleichgewicht und stieß sich den Kopf an einem Fels, wobei er sich, wie man später feststellen konnte, eine schwere Gehirnblutung zuzog. Er starb wohl binnen weniger Minuten.

Ötzi wurde also ermordet. Wer allerdings hinter dem Mord steckt, werden wir wohl nie herausfinden können.

Rund 5300 Jahre später können wir die Mumie in einem Museum in Bozen begutachten. Dort liegt sie in einer Kühlzelle, in der -6 °C und 98 % Luftfeuchtigkeit herrschen. Zudem wird Ötzi alle paar Wochen mit sterilem Wasser besprüht, um die Leiche feuchtzuhalten und sie nachhaltig zu konservieren.

Ötzi, Mensch, Mumie

Weitere interessante Fakten über Ötzi:

  • Wissenschaftler fanden heraus, dass Ötzi zu den ältesten Gletschermumien zählt
  • Ötzi hatte ein sehr wertvolles Kupferbeil bei sich, woraus Forscher schlossen, dass er eine bedeutsame Persönlichkeit in seiner Dorfgemeinschaft war
  • Ötzi litt oft an Bauchkrämpfen und Durchfall (Eier des Peitschenwurms konnte man in seinem Darm nachweisen)
  • Ötzi war 1,60Meter groß, für die damalige Zeit eine gewöhnliche Größe, und wog 50 kg
  • Ötzis Leiche wurde so oft untersucht und durchleuchtet wie kaum eine andere
  • Der Körper des Toten ist mit über 60 Tattoos übersät

I bims – ein Blogeintrag vong Schülerzeitung her

„Jugendwort des Jahres“ ist eine Auszeichnung, welche seit 2008 von einer Jury unter Leitung des Langenscheid-Verlages vergeben wird. Bewertet wird dabei vor allem Kreativität, Aktualität, Orginalität und Verbreitungsgrad der verwendeten Jugendwörter des letzen Jahres.

Bisherige „Jugendwörter des Jahres“-Preisträger waren:

2008: Gammelfleischparty als Bezeichnung für eine Ü30-Party

2009: hartzen für sinnloses Abhängen, Nichtstun bzw. den Zustand des Arbeitsloseins

2010: Niveaulimbo für ständig absinkendes Niveau, z. B. bei einer Party oder bei einem Gespräch zwischen Freunden

2011: SWAG als Bezeichnung für eine coole, lässige, tolle und/oder beneidenswerte Ausstrahlung

2012: YOLO als Abkürzung der englischen Wendung „you only live once “ (= du lebst nur einmal), als Aufforderung, etwas Neues zu tun, eine Chance zu nutzen oder als Entschuldigung nach einem Missgeschick oder schlechtem Verhalten

2013: Babo als eine Bezeichnung für einen Anführer

2014: Läuft bei dir! als Kommentar gleich „Oha“, „Cool“, „Du Glücklicher“, kann aber auch ironisch gemeint sein

2015: Smombie als Bezeichnung für einen Menschen, der so viel Zeit am Handy verbringt, dass er dadurch stark abgelenkt wird, sodass er kaum etwas von seiner Umwelt bemerkt

2016: fly sein als Bezeichnung für „jemand oder etwas geht besonders ab“

2017: I bims als bewusste Falschschreibung von „Ich bin es“

Jugendwort – Jugendsprache: Was genau ist das eigentlich?

Jugendsprache ist eine Gruppensprache, die hauptsächlich von Jugendlichen gesprochen wird, daher auch der Name. Es gibt dabei keine einheitliche Sprache; was genau Jugendsprache ist, hängt nämlich von Region, Altersklasse und Milieu ab. Diese Sprache ist sehr kurzlebig, das heißt, neue Wörter werden stetig hinzugefügt, nicht mehr aktuelle entfernt.

Jugendsprache kann nicht erlernt werden. Typische Merkmale der Jugendsprache sind zum Beispiel der Gebrauch von Anglizismen und die Umkehrung von im Hochdeutschen zum Teil negativ behafteten Begriffen zum Positiven. „Alte/r“ dient z. B. als gewöhnliche Anrede oder Ausruf unter Gleichaltrigen, während der Begriff ursprünglich eine abschätzige „Titulierung“ des eigenen Ehepartners meint.

Tierlexikon: die Hauskatze

Hauskatzen sind eine Unterart der Wildkatzen. Hauskatzen werden erst als solche bezeichnet, wenn sie im direkten Kontakt mit Menschen leben.

Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden, langweilen sich nach längerer Zeit. Man sollte sich bei einer Wohnungshaltung immer für mindestens zwei Tiere entscheiden.

Wenn Katzen in engeren Kontakt mit dem Menschen treten, signalisieren sie ihre Emotionen und Gefühle durch eine Veränderung der Körperhaltung; auch die Haltung der Ohren und des Schwanzes spielen eine Rolle. Fixiert die Katze den Menschen mit den Augen, ist sie bei neutraler Stimmung. Wenn die Katze die Pupillen verengt, so ist sie wütend oder möchte vor etwas warnen. Halb geschlossene Augen bedeuten Zuneigung oder auch Vertrauen, es kann auch mit einem menschlichen Lächeln verglichen werden. Vor einem Kampf richten sich die Katzen mit einer bedrohlichen Haltung auf.

Katzen sind Fleischfresser. Sie ernähren sich meistens von kleinen Säugetieren wie Mäusen, Vögeln oder auch, in geringerem Maße, von Insekten, Fischen und Amphibien. Katzen benötigen keine pflanzlichen Nährstoffe, insbesondere keine Kohlenhydrate und Zucker. Manche Dinge, die Menschen essen, können für Katzen giftig sein, zum Beispiel Schokolade, Zwiebeln, Trauben, Äpfel oder Aprikosen. Katzen in der freien Wildbahn trinken nie dort, wo sie auch fressen, weil es in der freien Natur sehr unwahrscheinlich ist, dass genau neben der geschlagenen Beute auch eine Wasserstelle liegt. Dies haben die Hauskatzen bis heute beibehalten. Daher sollte man vermeiden, das Wasser genau neben den Futternapf zu stellen.

Katzen können mit ihren großen Augen räumlich sehen (auch recht gut bei Dunkelheit) und die Entfernung sehr gut einschätzen. Sie nehmen ausgezeichnet schnelle Bewegungen wahr. Der Gehörsinn der Katze zählt zu den besten unter den Säugetieren; Katzenohren sind zudem sehr beweglich. Die Katzen sind auch in großer Höhe noch komplett schwindelfrei und äußerst agil. So können sie bei einem Fall von zwei bis drei Metern noch auf ihren Pfoten landen. Sie haben Schnurrhaare und Pfoten zum Tasten. Der Geruchs- und Geschmackssinn ist bei den Katzen weniger ausgeprägt als bei den Hunden. Katzen können salzig, bitter, sauer und umami (herzhaft) schmecken (keine süßen Sachen). Sie verlieren ihren Geschmackssinn oft kurzzeitig, wenn sie erkältet sind.

In der folgenden Doku erfahrt ihr mehr über die intelligten, zutraulichen, aber mitunter auch eigensinnigen Tiere:

Begeisterung pur: Ausflug der Musiker in die Münchner Philharmonie

Zu einem bezaubernden Konzert für Klavier und Orchester von Sergej Rachmaninow (Nr. 4 in g-Moll op. 40) ging es am 19.10.2017 um 19:00 Uhr für die Schüler des Gymnasiums Seligenthal und des Hans-Carossa-Gymnasiums nach München.

Hautnah über der Bühne konnten die Schüler das Konzert in vollen Zügen genießen. Anschließend ging es, nach einer Pause, mit einem kräftigen „Tatatata-Tatatata“ aus einem der berühmtesten Meisterwerke von Ludwig van Beethoven weiter: die 5. Symphonie (c-Moll op. 64). Fast jeder kennt sie! Beethoven brachte diese Glanzleistung hervor – und das, obwohl er schon taub war!

Beethovens 5. Symphonie in einer Fassung der Wiener Philharmoniker

Unter der Leitung des Dirigenten Valery Gergiev spielten die Münchner Philharmoniker zur Höchstform auf und faszinierten so das junge Publikum. Die Begeisterung der Jugendlichen zeigt, dass die klassische Musik einen wohlverdienten Platz neben der Rock- und Popmusik hat.

Das Weltall beobachten – aber wie?

Orionnebel von einem größeren Teleskop aufgenommen

Die etwas größeren Sternwarten in den Städten werden häufig von Vereinen betrieben, um einerseits die Kosten zu decken und andererseits das Erlebnis an großen Teleskopen mit anderen Hobbyastronomen zu teilen.

Leider sind viele dieser Sternwarten (Vereine) „vom Aussterben bedroht“, da sie wenig Nachwuchs finden. Auch wenn viele Kinder die farbenprächtigen Fotos von Galaxien und Nebeln interessant finden, bevorzugen sie scheinbar eher die auf YouTube eingestellten Promi- oder Schminkvideos und zeigen kein dauerhaftes Interesse am „Sternegucken“.

In Sternwarten wie diesen lässt sich das Weltall ganz nah herholen…

Manche Eltern kaufen ihren Kindern ein Telekop, aber meist sind diese aus Supermärkten oder Discountern. Sollten die Kinder und Jugendlichen einen Blick durch das „Röhrchen“ wagen, so zeigt sich eben durch die „schlechte Qualität“ dieser Instrumente nicht die erhoffte Galaxie oder der farbenfrohe Nebel (chemische Elemente, die Licht aussenden). Nebel sehen dann nämlich eher aus wie komische „Schleier“ (sollte das Teleskop überhaupt genug Licht sammeln). Gerade aufgrund der eintönigen „Bilder“, die durch dieses Teleskop gemacht werden, verlieren Kinder schnell das Interesse an der Astronomie.

Obwohl viele renommierte Vereine Führungen oder Vorträge speziell für Kinder abhalten, steigt das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder verhältnismäßig schnell an. Manchmal gesellt sich doch ein Kind zu einem Verein und dann kann es sein, dass dieser ein jüngeres Mitglied dazubekommt. Dennoch verlieren scheinbar auch die vermeintlichen Neuzugänge nicht selten das Interesse an der Astronomie, weshalb vor allem kleinere Vereine oftmals mehr Mitglieder verlieren als Neue dazukommen.

Diese kleinen Vereine sterben heutzutage langsam aus. Sollte man sich (hoffentlich) doch für die Astronomie interessieren oder mit dem Gedanken spielen, sich ein Telekop zuzulegen, so rate ich eher zu einem kleinen, guten Feldstecher. Damit kann man zwar nicht diese farbenprächtigen Nebel oder Galaxien sehen kann, aber sehr wohl offene Stern- und größere Kugelsternhaufen, was fürs Erste reichen dürfte, um einen Eindruck von der Welt „da draußen“ zu bekommen, ohne gleich auf teure Teleskope zurückgreifen zu müssen. Und schließlich bleibt auch immer noch die Option, ein Mitglied in einem Verein zu werden, der Sternwarten betreut.

Fazit: Womöglich kann dieser Artikel dazu beitragen, dass euer (nachhaltiges) Interesse für Astronomie geweckt ist.  Sollte sich bei zunehmendem Interesse kein Verein finden, bleibt immer noch der Kauf eines qualitativ hohen Teleskops. Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass dieses in einem Teleskopgeschäft gekauft wird und die Qualität dem entspricht, was man sich später erwartet, im Weltall zu sehen. Gute Teleskope beginnen bei etwa 800€.

Cassinis Grand Final oder die Frage, was auf den Saturn fiel

Am 15. September fiel die Raumsonde Cassini (siehe Bild) in die Atmosphäre des Gasplaneten Saturn, den sie einige Jahre umrundete. Der Grund war der zuneige gehende Treibstoff, der für die Kurskorrektur notwendig war. Man wollte nicht riskieren, dass die Sonde auf einen der Monde stürzte, auf denen womöglich einfaches Leben existiert.

Es ist das Ende einer 20-jährigen Mission, die voller Überraschungen und Entdeckungen war. Ein Meilenstein war der Abwurf der Sonde Huygens, welche 2005 auf dem Titan landete, einem der Monde Saturns. Sie war das erste von Menschen gebaute Objekt, welches Bilder von der Oberfläche des Titan, dem Saturnmond, machte (keine Radarbilder!). Viele Monde wurden durch Cassini komplett oder teilweise hochauflösend kartographiert. Es wurden Hinweise auf einfaches Leben auf Saturns Monden gefunden, was für die damalige Zeit eine groß Überraschunug war. Auch neue Monde wurden gefunden, welche für die Teleskope auf der Erde zu dunkel oder zu klein waren.

Cassini war über 20 Jahre im All und hat wissenschaftliche Daten des Saturn geliefert. Nun wurde sie ein Teil des Objekts, das sie einst erforschte. Cassini übertrug die Daten ihrer Instrumente beim Eintritt in die Atmosphäre praktisch in Echtzeit. Ein Rätsel des Saturn ist ein merkwürdiges Sechseck in Norden des Planeten. Dieses Rätsel konnte Cassini nicht lösen – dafür aber viele andere.

Hier findet ihr eine interessante Doku über die Cassini-Mission: