Abenteuer Fernost: Schüleraustausch der 10. und 11. Klassen mit Taiwan

Seit 2010 findet jährlich der Schüleraustausch des Gymnasiums Seligenthal mit der Wenzao University of Languages in Kaohsiung, Taiwan, statt. Und auch dieses Jahr stürzten sich 18 motivierte Seligenthaler(innen) ins Abenteuer Fernost: Vom 13. bis 25. April durften wir den Alltag der Jugendlichen in Taiwan hautnah miterleben.

Gruppenfoto am Flughafen

Nach 22 Stunden Reise (München -> Frankfurt -> Hongkong -> Kaohsiung) kamen wir, begleitet von Frau Fischer und Herrn Kaufmann, endlich in Taiwan an. Unsere Austauschschule, die Wenzao University of Languages, ist die einzige Fremdsprachenuniversität Taiwans: ursprünglich von einem katholischen Ursulinenorden gegründet, lernen heute hier mehr als 9000 Schüler und Studenten zwischen 16 und 22 Jahren Sprachen wie Französisch, Spanisch und Deutsch. Unsere Partnerstadt Kaohsiung ist eine selbstbewusste, lebendige Hafenstadt und mit 2,7 Mio. Einwohnern nach Taipeh die zweitgrößte Stadt des Landes.

Kahosiung bei Nacht: ein einziges Farben- und Lichtermeer

Die Insel Taiwan liegt im westlichen Pazifik vor dem chinesischen Festland und zählt etwa 23 Mio. Einwohner. Das von China unabhängige, demokratische Land, gehört zu den „Tiger-Staaten“, jenen Ländern Asiens, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum zurückblicken: besonders moderne Industrien sind auf dem Vormarsch und manche bezeichnen Taiwan sogar als „Silicon Valley Asiens“.

Noch am ersten Tag unserer Reise zeigten uns einige Studentinnen den Campus der Wenzao University. Danach durften wir unsere Austauschpartner, die uns im Voraus zugeteilt worden waren, und die wir zunächst nur über WhatsApp & Co kannten, endlich persönlich kennenlernen.

In den nächsten Tagen folgten unvergessliche Erlebnisse. Zu unserem reichen Programm zählten mehrere Ausflüge, wobei die Tagestour nach Taipeh (mit dem über 300 km/h schnellen Expresszug) ein Highlight darstellte. Keine der großen Attraktionen der Hauptstadt ließen wir aus: das Nationale Palastmuseum bietet einen gewaltigen Querschnitt der chinesischen Kulturgeschichte der letzten 6000 Jahre. Der „Taipei 101“ ist ein Bauwerk der Extreme; bis ins Jahr 2007 das höchste Gebäude der Erde, rangiert der 508 Meter hohe Turm heute auf Platz 7 der höchsten Bauwerke dieses Planeten. Die Aussicht vom 89. Stock: atemberaubend!

Aus der Ferne wirken die anderen Hochhäuser im Vergleich zum „Taipei 101“ winzig …

… während einem oben ein prächtiger Ausblick gewährt wird!

Die Wochenenden verbrachten wir größtenteils in den Gastfamilien und hatten hier besonders die Gelegenheit, uns ein Bild vom Alltag der Menschen in Taiwan zu machen. Unterrichtsbesuche sowie die Teilnahme an einem Kurs im Kochen (chinesische Teigtaschen), in Kalligrafie und in chinesischer Sprache, durften natürlich auch nicht fehlen. Ein Seminar mit dem Thema „Tee kochen – aber richtig“ gehörte natürlich in der Heimat des bekannten Oolong-Tees ebenfalls zum Pflichtprogramm.

Zu Gast bei den Hakka, einem Volk, das ursprünglich aus dem Süden Chinas stammt

Tai Chi verlangt nach Koordination und Konzentration, ist aber trotzdem äußerst entspannend und macht „den Kopf frei“

Kalligrafiekurs: die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Vor allem kulinarisch hat Taiwan einiges zu bieten: die Insel ist ein Schmelztiegel der Kulturen und vereint unterschiedliche asiatische „Küchen“. Ob chinesische, thailändische, japanische oder typisch taiwanische Spezialitäten wie der berühmt-berüchtigte „Stinky Tofu“: für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Die Zeit in Taiwan verflog viel zu schnell, war aber eine unvergessliche Erfahrung und eine einmalige Chance, einen Einblick in ein ungeheuer spannendes Land Asiens zu gewinnen. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch der Taiwaner Ende Juni!

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Unsere Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.

Lexikonartikel: Fastenzeit

Die Fastenzeit ist die Zeit, in der man in verschiedenen Religionen eine Form der Askese (aus dem Griech.: enthaltsame Lebensweise) betreibt.

Die Fastenzeit bei den katholischen Christen beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Dabei verzichten die Gläubigen (im Kleinen oder im Großen) auf bestimmte Speisen oder Angewohnheiten. Protestanten fasten nicht oder nur freiwillig.

Die Fastenzeit im Islam nennt man den Ramadan. Die Muslime  dürfen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und Trinken. Das kann manchmal zu körperlichen Mangelerscheinungen führen, besonders bei Jugendlichen.

Im Judentum gibt es verschiedene Fastenzeiten. Dabei darf aber niemand länger als 25 Stunden auf Essen und Trinken verzichten.

Syrien: mehr als nur ein Land im Bürgerkrieg

Viele kennen das Land Syrien aktuell großenteils nur wegen der negativen Schlagzeilen in den Medien, vor allem wegen des Kampfes gegen des IS oder des Diktators Assad. Doch wie kam es dazu und warum ist Syrien in vielerlei Hinsicht (gerade auch in positiver) ein ganz besonderes Land? In diesem Artikel möchte ich euch die Geschichte und generell das Land Syrien näherbringen. Beginnen wir mit der Entstehungsgeschichte und einer Reise durch die Zeit…

Geschichte – Kultur – Kriege

Wir reisen ca. 1,5 Millionen Jahre zurück, als die ersten Menschen entstanden. Dort, wo heute Deutschland ist, gab es damals noch gar keine Menschen, aber schon damals war Syrien besiedelt.

332 vor Christus dann wurde das heutige Syrien von Alexander dem Großen erobert. Doch nach dem Tode Alexanders wurde das heutige Syrien von den Seleukiden eingenommen, und zwar während den dritten und zweiten vorchristlichen Jahrhunderten.

Es kam irgendwann zum Konflikt mit Ägypten, welcher in sechs syrische Kriege ausartete. Die Seleukiden konnten sich zwar durchsetzen, wurden dann aber 63 nach Christus von den Römer besiegt. Diese nannten diese Gebiet Syria, daher kommt auch der heutige Name.

395 fiel es, als Rom geteilt wurde, an die östliche Hälfte des Reiches. Mit der Gründung des Islams im Jahre 636 fiel es bei der Schlacht am Jamuk an einen arabischen Stamm, die Umayyaden.

Syrien wechselte noch öfter den Herrscher. So fiel 1516 Syrien dann dem Osmanischen Reich zu. Diese herrschten bis 1840, wurden aber dann durch den Zerfall des Reiches abgelöst.

Schließlich gründete man Syrien als Staat im Jahr 1920 unter französischer Herrschaft. Dort kam es dann immer wieder zu Machtkämpfen, aus denen sich 1966 Hafiz al-Assad (nicht der derzeitige Präsident) herauskristallisieren konnte. Dieser stieg dann auch zum Staatspräsidenten auf. Nun folgten Kämpfe mit einer Terrormiliz namens Muslimbrüder. Im Krieg gegen diese fielen ca. 1000 Soldaten und 10000 – 30000 Zivilisten. Danach beteiligte sich Syrien auch noch an den ersten beiden Golfkriegen.

Am 10. Juni 2000 stirbt Hafiz al-Assad und sein zweitjüngster Sohn, Baschar al Assad, wurde mit einem zweifelhaften Wahlergebnis von 97,29% gewählt. Sein älterer Bruder, Basil, welcher eigentlich zum Präsidenten nominiert worden wäre, kam bei einem Autounfall 1994 ums Leben. Zuerst schien es, als wäre er liberaler als sein Vater, da er unter anderem das Internet wieder zur Benutzung freigab, doch als es vor allem in den kurdischen Städten Quamischli, Amuda und Afrin zu Protesten kam, wurden hunderte Kinder und Erwachsene verhaftet und getötet. Zudem besteht der Verdacht, dass er einen Anschlag auf den Präsidenten des Libanon plante und ausführen ließ. 2011 entbrannte in Syrien ein Bürgerkrieg, der bis heute andauert. Seit Beginn des Krieges wurden 400000 Menschen getötet. Assad bekämpft die Oppositionstruppen hart und scheut auch nicht davor zurück, sog. Fassbomben abzuwerfen, die in erster Linie der Zivilbevölkerung schaden.

Tierwelt

Die Tierwelt in Syrien ist „überschaubar“. Größere Tiere als die gängigen Nutztieren gibt es nicht mehr. Auch das Dromedar ist in Syrien nicht mehr aufzufinden. Allerdings sind die Felder von Aleppo der natürliche Lebensraum des Goldhamsters. Lediglich die Vogelwelt ist sehr artenreich, da Syrien ein wichtiges Land für Zugvögel ist. Ausserdem gibt es durch Rodung nur noch wenige Bäume und Pflanzenarten in Syrien, was es den Tieren schwer macht, geeignete „Wohnungen“ zu finden.

Syrien ist ein sehr schönes und kulturell äußerst interessantes Land, leider werden die positiven Seiten durch die Kriege und Konflikte überschattet und dadurch ein einseitiges Bild des Landes vermittelt. Wenn ihr mehr über Syrien erfahren möchtet, schaut euch folgende Dokus an:

Der Ursprung der Sommerzeit

In rund zwei Monaten ist es wieder so weit: die Uhr wird eine Stunde vorgestellt, es gilt dann die Sommerzeit. Aber wo hat diese Zeitumstellung ihren Ursprung?

Die Idee einer staatlich verordneten Sommerzeit kam erstmals von George Vernon Hudson 1895 und – unabhängig voneinander – auch von William Willet 1907. George Vernon Hudson stelle seine Idee sogar vor der Royal Society of New Zealand, einer Akademie für Wissenschaft, vor, und veröffentlichte sie drei Jahre später. Weder sein Vortrag noch die Veröffentlichung fand Anklang und so geriet George Vernon Hudson bald in Vergessenheit. An die Idee mit der Zeitumstellung erinnerte man sich aber bald wieder.

Erstmals eingeführt wurde die Sommerzeit nämlich dann am 30. April 1916 von Deutschland und im damals noch zusammengehörigen Österreich-Ungarn (sog. k. u. k-Monarchie). Die Begründung war der hohe Ernergieverbrauch im ersten Weltkrieg, für dessen Umsetzung man viel Elektrizität brauchte (Waffenfabriken etc.). Man erhoffte sich eine Einsparung von Strom, der damals noch vorwiegend durch Kohle- und Wasserkraft gewonnen wurde. Als man die Uhr nun umstellte, war es eine Stunde länger hell (z. B. noch um 19:00 Uhr) und damit musste das elektrische Licht, das damals noch von recht energiehungrigen Glühbirnen kam, erst später eingeschaltet werden – daher die Ersparnis.

Noch im selben Jahr führten auch die Kriegsgegner Deutschlands und Österreich-Ungarns, nämlich Großbritannien und Frankreich sowie zahlreiche andere europäischen Länder, als Reaktion darauf die Sommerzeit ein. 1919 schaffte Deutschland die unbeleibte Kriegsmaßnahme allerdings wieder ab.

In den Schützengräben des Ersten Weltkriegs: die Materialschlachten, besonders in Frankreich (z. B. Verdun), verlangten nach beständigem Nachschub an Waffen, Munition, und Rüstungsgütern, die in Fabriken mit hohem Stromverbrauch produziert werden mussten. Außerdem herrschte ein Steinkohlemangel, mit dem die Fabriken zuvor betrieben worden waren. Nun mussten sie „verstromt“ werden, was den Engpass an Elektrizität noch verschärfte.

Großbritannien war das einzige Land, das an der Sommerzeit festhielt. Frankreich beendete sie 1922 aufgrund der Proteste der Bauern. Ein Jahr später 1923 wurde sie allerdings schon wieder eingeführt. Auch andere Länder versuchten sich mit bzw. an der Sommerzeit. Griechenland führte sie lediglich für zwei Monate ein, die Sowjetunion stellte die Uhren 1930 zwar eine Stunde vor, aber nicht mehr zurück. Kanada und die USA hatten ein ganz anderes Problem: da die Sommezeit in diesen beiden Ländern nicht für das ganze Land galt, sondern regional oder sogar in einzelnen Städten die Sommerzeit (teilweise unterschiedlich) geregelt wurde, konnte es passieren, dass man zwischen zwei Städten die Uhr umstellen musste.

Deutschland führte die Sommerzeit 1940 zum zweiten Mal ein. Wieder war ein Krieg dafür verantwortlich, nämlich der Zweite Weltkrieg. 1947 wurde eine doppelte Sommerzeit eingeführt, das heißt, man stellte die Uhr zwei Stunden zurück statt nur um eine, um das Tageslicht optimal zu nutzen. Lange hielt sie sich nicht, die Sommerzeit – schon nach sieben Wochen kehrte man wieder zur einfachen Sommerzeit zurück. 1949 wiederum einigten sich das geteilte Ost- und Westdeutschland darauf, die Zeitumstellung wieder zu beenden.

Als die Ölkrise im Jahr 1973 Einzug hielt, musste durch hohe Energiepreise gespart werden. Doch nur Frankreich führte drei Jahre später die Sommerzeit als Gegenmaßnahme ein. Erst danach zogen andere Länder nach. Ostdeutschland fürchtete durch die Zeitumstellung das Land noch mehr zu teilen und zögerte deshalb. Als Westdeutschland 1979 die Sommerzeit (mal wieder) einführte, einigte man sich darauf, sie in ganz Deutschland in Kraft zu setzen. Viele Nachbarländer, die bis jetzt (ab)gewartet hatten, führten die Zeitumstellung nun ebenfalls ein.

Zu Zeiten der Ölkrise blieben teilweise die Straßen und Autobahnen ganz leer. Es gab Fahrverbote oder einfach keinen Treibstoff.

Bis 1996 wurden alle Zeitumstellungen in der EU vereinheitlicht.

Am letzen Sonntag im März stellt man die Uhr um 2:00 Uhr eine Stunde vor; diese Umstellung dauert bis zum letzen Sonntag im Oktober an. Dann wird sie um 3:00 Uhr wieder um eine Stunde zurückgestellt. Die Sommerzeit, wie wir sie heute kennen, hatte – das haben wir oben gesehen – ursprünglich ganz andere Hintergründe.

Heute profitieren wir davon und denken womöglich in Zukunft auch an ihre Ursprünge zurück, und zwar um dankbar zu sein, dass wir in Frieden leben dürfen.

Lesen bringt weiter

Viele Leute denken, dass sie einfach nur lesen KÖNNEN MÜSSEN, und würden nicht einmal daran denken, ein Buch in die Hand zu nehmen. Sie lesen nur etwas, wenn sie irgendwo zufällig eine Textzeile sehen oder eine Notwendigkeit, eine Art Zwang, dahinter vermuten.

Dabei ist lesen sehr wichtig und kann einen auch nach der Schulzeit weiterbringen. Es muss nicht immer ein Sachbuch sein, auch ein spannender Roman ist lehrreich, sofern man nicht nur überwiegend sog. Trivialliteratur liest, sondern auch gewisse Ansprüche an das Buch bzw. sich selbst hat.

Inwiefern bringt mich lesen weiter?

  1. Lesen erweitert deinen Wortschatz. Wenn man längere Zeit über viel liest, merkt man, dass man sich gewählter und damit präziser ausdrückt – auch im Schriftlichen. Das kann sehr hilfreich sein, z. B. in der Schule, wenn man eigene Texte produzieren soll. Außerhalb der Schule hilft es einem beispielsweise im Vorstellungsgespräch etc.
  2. Es verbessert deine Empathie, denn wenn du z. B. irgendeine Geschichte liest, versetzt du dich in die Figuren und Personen hinein. Empathie bedeutet, dass man Situationen und dahinterstehende Absichten oder Beweggründe von Menschen besser nachvollziehen kann.  Dass man sich gut in andere hineinversetzen kann, kann im Sozialleben unheimlich wichtig sein, um Konflikte konstruktiv und nachhaltig zu lösen.
  3. Du kannst aus Fehlern anderer lernen. Nicht nur, dass in vielen Geschichten „gute“ Werte vermittelt werden;  in der Regel gibt es in diesen Geschichten auch Handlungsanweisungen und Hilfestellungen, durch die Konflikte und Probleme gelöst werden. Auch das kann man sich für das eigene Leben nutzbar machen.
  4. Du eignest dir (unbewusst) neues Wissen an. Dieses Wissen kann man je nach Buch mal mehr, mal weniger im Alltag brauchen. Trotzdem arbeitet dein Gehirn und man trainiert es sozusagen. Etwas zu wissen, sich also auszukennen, macht Freude, gerade auch dann, wenn man mitreden kann. Damit steigst du in der Gunst deiner Mitmenschen vor allem deshalb, als die anderen schnell merken, dass das, was du zu sagen hast, nicht nur „heiße Luft“ ist, sondern „Hand und Fuß“ hat.

Man sollte sich als Ziel setzen, jeden Tag mindestens 20 Seiten zu lesen, denn es ist eine lohnende Gewohnheit .

Wir haben über das Lesen geschrieben, weil wir der festen Ansicht sind, dass es einen nicht nur in der Kindheit und Jugend weiterbringt. Viele Menschen unterschätzen das Lesen einfach und wir hoffen, dass die LESER dieses Beitrages häufig(er) nach einem Buch statt nach der Fernbedienung greifen. Wir selbst lesen sehr viel und gerne und wünschen euch, dass auch ihr die Freude daran behaltet oder sie entdeckt!

 

Kein Verbot der rechtextremen NPD durch Bundesverfassungsgericht

   SoR-SmC Exklusiv

 

 

 

 

Am 17. Januar 2017 wurde das Urteil im Fall „NPD-Verbotsverfahren“ durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gesprochen: Die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) wird nicht verboten!Die NPD wurde vom Bundesverfassungsgericht, dem oberster Hüter unserer Verfassung, nicht verboten, da die Partei nach dem Urteil der Richter eine zu geringe Durchsetzungskraft hätte und im Rahmen des politischen Prozesses wirkungslos sei und damit keine echte Gefahr für den Bestand der Demokratie darstelle.

Dennoch wiesen die Verfassungsrichter auf die Möglichkeit eines Entzugs staatlicher Geldmitteln (u.a. für die Parteienfinanzierung) hin, welche die Bundesregierung nach eigenen Aussagen „sehr ernst“ nehme. Die dafür nötige Gesetzesänderung wäre laut Bundesjustizminister Heiko Maas noch vor der  Bundestagswahl im September möglich.

Die NPD wurde durch das Urteil im Gericht scheinbar neu motiviert und der Parteivorsitzende Frank Franz twitterte noch während der Urteilsverkündung in diesem Zusammenhang „Sieg!!!!!!“ mit sechs Ausrufezeichen.

In der Öffentlichkeit wurde aber das abgelehnte Verbot durchaus auch als Botschaft verstanden, die Partei sei nicht so gefährlich und könne daher nicht so schlimm sein. Das ist nicht richtig, da das Parteiprogramm in Teilen stark an die Ideologie der Nationalsozialisten im Dritten Reich erinnert und sich mitunter sehr fremdenfeinlich, kämpferisch und rassistisch präsentiert, womit die NPD keinesfalls eine Partei ist, die demokratischen Grundsätzen genügt.

Da die NPD nicht verboten wurde, hat sie bisher weiterhin Zugang zu finanziellen Mitteln, die ihr der Staat zur Verfügung stellt. Allein im vergangenen Jahr erhielt die Partei etwa 1,3 Millionen Euro jährlich. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) meint: „Steuermittel für die NPD sind eine staatliche Direktinvestition in rechtsradikale Hetze.“ An dieser Aussage wird schon deutlich, dass die Bundesregierung womöglich weitere Schritte einleiten wird, um der ohnehin auf politischer Ebene – zumindest laut Aussage der Verfassungsrichter – fast bedeutungslosen NPD nachhaltig die Möglichkeit einer Mitwirkung im politischen Prozess zu entziehen.

Vor einiger Zeit wurde im Stadtzentrum von München übrigens eine Art „Anti-NPD-Verbot“-Demonstration seitens der Partei selbst im Rahmen einer Werbeaktion abgehalten. Diese Aktion misslang, da nur etwa 20 Menschen gekommen waren. Dies unterstreicht nochmals, wie gering die Bedeutung der NPD wirklich ist – zum Glück vor allem auch für die Wähler in unserem Land.

Voice Kids

The Voice Kids ist eine deutsche Musik-Castingshow für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren und wird dieses Jahr schon zum fünften Mal jeden Sonntag um 20. 15 Uhr auf Sat1 ausgestrahlt. In der Sendung werden Kinder gecastet, die sich durch Gesang in die nächste Runde „weiterarbeiten“ können. Am Ende gibt es einen Hauptsieger.

Es bewerben sich mehrere Millionen Kinder, von denen allerdings dann nur etwa 40 in die Sendung aufgenommen werden. Die Sendung ist aufgeteilt in die

  • Blind Auditions (blindes Singen -> die Juroren sehen nichts)
  • die Battles (man tritt gegeneinander an)
  • das Halbfinale
  • das Finale

Die Coache dieses Jahr sind Mark Forster, Sasha und – nun erstmalig, auf einem Doppelstuhl – Nena, zusammen mit ihrer Tochter Larissa.

In den Battles waren 2017 wieder unterschiedliche Altersklassen vertreten. Auch die Art der Musik war wieder sehr verschieden. Die Kinder wählten Pop, Klassik und eine Teilnehmerin sogar Heavy Metal für ihre Blind Auditions. Ein Junge verzauberte  für einen Moment ganz Deutschland. Er durfte, nachdem er seinen Cover-Song performt hatte, bei dem sich alle drei Juroren umgedreht hatten (Blind Audition) eines seiner eigenen Lieder vorspielen. Es handelt von seiner Großmutter, die zwei Jahre zuvor an Krebs gestoben war. Am nächsten Tag kam dieses gefühlvolle Lied sogar im  Radio.

Die Coaches haben sich dieses Jahr wieder viele Talente zusammengesucht und sie tatkräftig unterstützt. Ich bin mir sicher, dass die Battles auch weiterhin sehr spannend und beeindruckend werden.

Insgesamt ist The Voice Kids eine unterhaltsame Sendung für die ganze Familie. Im Gegensatz zu Castingshows, in denen Erwachsene ihr „Können“ zeigen, werden die Kinder sehr nett und zuvorkommend behandelt, weshalb ich die Sendung weiterempfehle. Natürlich darf man aber nicht vergessen, dass es auch hier um Einschaltquoten und damit um Geld geht – während der Sendung gibt es nämlich natürlich auch alternative Programminhalte. Deshalb sollte man sich nicht von so manchen scheinbar spontanen (und häufig sehr emotionalen Momenten) zu sehr beeindrucken lassen. Sie werden nicht selten bewusst inszeniert bzw. so präsentiert, dass viele neugierig werden und sich unterhalten fühlen. Damit sichert sich der Sender seine Zuschauer.

Erfindungen: Das moderne Heute

Natürlich muss man in der Welt Fortschritte machen, beispielsweise in der Wissenschaft oder in der Medizin. Aber die meisten der neuen Erfindungen sind häufig ohne echten praktischen Nutzen und im Grunde genommen ein Rückschritt! Dieser Artikel widmet sich besonders den Gefahren, die von der Technisierung unserer modernen Welt ausgehen.

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Nehmen wir zum Beispiel den selbstfahrenden Staubsauger. Die meisten denken sich, dass das gut ist, aber man kann auch schlichtweg einen gewöhnlichen Staubsauger nehmen, das Kabel in die Steckdose stecken und durchsaugen. Viele eifern mit dem Kauf dieser „Gadgets“ Bekannten nach oder lassen sich von der Werbung beeinflussen. Aber warum sollten solche Erfindungen ein Rückschritt sein? Im Grunde genommen scheint es doch ganz gut, wenn man selbst nicht mehr viel machen muss, oder? Falsch gedacht! Je mehr Produkte auf den Markt kommen, bei denen man zum Beispiel nur klatschen oder schnipsen muss, um sie zu aktivieren, umso weniger bewegt man sich. Das ist besonders problematisch, wenn man bedenkt, dass die heutige Berufswelt ohnehin schon eine ist, in der man zu viel sitzt. Der Mensch bewegt sich also kaum mehr und es ist mittlerweile statistisch erwiesen, dass Fettleibigkeit in modernen Industriegesellschaften immer weiter zum Problem wird.

Ebenso fragwürdig sind selbstfahrende Autos. Beim Autofahren bewegt man sich zwar auch nicht, allerdings gibt man hierbei nicht nur die Kontrolle an eine Maschine ab, sondern in diesem Fall auch das eigene Leben und das anderer, wenn die Maschine einen Fehler macht. Natürlich machen auch Menschen im Straßenverkehr Fehler. Dennoch sollte man sich überlegen, ob wir immer mehr davon aufgeben möchten, was uns als Menschen vor allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten derart einzigartig macht: der Verstand, das logische (verantwortungsbewusste!) Denken, kurz: die Fähigkeiten unseres eigenen Gehirns!

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Für viele ist es eine tolle Vorstellung: ein Roboter erledigt die mühsame Hausarbeit, geht für uns einkaufen, tröstet uns oder ist ein Begleiter im Alltag – doch Maschinen können Menschen vor allem im zwischenmenschlichen Bereich niemals ersetzen!

Ein zweites Beispiel ist das „intelligente“ Haus. Darin sind so gut wie alle Dinge „intelligent“. Man schnipst einmal, die Lampe geht an. Zweimal schnipsen – und die Kaffeemaschine macht einen Kaffee. Ich frage mich: wofür braucht  man das? Wenn bei uns  daheim Besuch da ist, und es gibt zum Beispiel Kaffee, finde ich es immer wieder erheiternd und auch spannend, dabei zuzuschauen, wie die Kaffeemaschine arbeitet und wie man sie bedient. Aufstehen und den Kaffee holen muss man ohnehin. Da kann man ihn doch gleich selbst machen. Vielleicht, besser gesagt bestimmt, wird es  irgendwann Roboter geben, die fast alles für uns erledigen. Natürlich wird es wie heute auch in Zukunft Menschen geben, die die oben beschriebene Entwicklung nicht unterstützen oder zumindest nicht gutheißen – vor manchen Dingen kann man sich aber nie ganz „schützen“, weil man Teil der Gesellschaft ist, in der man lebt. Man bedenke die digitale Welt, die es heutzutage von fast allen Bevölkerungsgruppen verlangt, grundlegende IT-Kenntnisse vorweisen zu können, um im Alltag und vor allem im Beruf bestehen und vorankommen zu können.

Vorteile der o.g. Innovationen gibt es natürlich auch, wie zum Beispiel die einfache Bedienung, die gerade für alte Menschen weniger Anstrengung bedeutet.

Auch das Handy ist (eine zugegeben nicht mehr ganz so) moderne Erfindung. Fast überall sieht man immer jüngere Kinder mit dem Handy. Da denke ich mir nur: warum? Ist es nicht viel schöner, als Kind draußen zu spielen, sich zu bewegen oder im gemütlichen Heim etwas zu malen? Wir werden von allen Seiten beschallt, da wäre „abschalten“ durchaus einmal angesagt!

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So viele Freunde, so viele Apps: die Zahl von Diensten und potentiellen Verpflichtungen überfordert laut Forschern nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern zunehmend auch Erwachsene!

Fazit: Natürlich gehen zu diesem Thema die Meinungen auseinander. Man könnte „ewig“ weiterdiskutieren und immer wieder neue positive oder negative Aspekte finden, die für bzw. gegen moderne technische Innovationen sprechen. Für mich ist die Welt schon modern genug, für andere nicht. Zum Glück haben wir (ja noch) unseren funktionierenden Verstand. Dank ihm können, ja dürfen wir selbst entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen. Hoffentlich endet er nicht in einer Sackgasse!